- 57 — Einleitung. Die Geschichte der Kirche von Mauren ist nicht nur für die Gemeinde Mauren, sondern auch für die Geschichte des Landes, von Interesse. Wenn wir sie durchgehen, so läßt sich an ihr die fort- schreitende Verselbständigung des Landes feststellen, sie gibt uns Einblicken die Landesverwaltung und bietet ein reiches kultur- historisches Bild aus unserm Lande. Daneben ist sie aber auch von allgemeinem kirchenrechtlichen Interesse. Im fürstlichen Regierungsarchiv ist das Aktenbündel Nr. 34 der sogenannten jüngern Menzinger-Registratur voll von Akten über die Maurer Pfarrpfründe und was sich an weitern Akten darüber in den spätern Registraturen vorfand, liegt jetzt auch in diesem Aktenbündel. Die Menge der vorhandenen Akten erklärt sich aus der Tatsache, daß sich wegen des Baues der Pfarrkirche und des Pfarrhofes Streitigkeiten ergaben, die sich über einen Zeitraum von mehr wie 200 Jahre (1670—1876) erstrecken. Wenn auch der Bau des Pfarrhauses nicht zum eigentlichen Thema dieser Arbeit gehört, so muß er doch erwähnt werden, weil für ihn dieselben rechtlichen Voraussetzungen galten, wie für den Kirchenbau und örters fallen die Verhandlungen über die Beitrags- leistungen für beide zeitlich zusammen. Hinweisen möchte ich noch auf die in den frühern Jahrbüchern des Historischen Vereines erschienene Arbeit von Kanonikus Z. B. Buchet, betitelt „Bilder aus der Geschichte von Mauren" (Band 15 und 16), die viele Daten enthält und ebenso auf die Arbeit von R. D. Landtagspräsidenten A. Frömmelt in „Helvetia Christians" (Band 1. Seite 230 ff.). Die derzeMge Abgeschlossenheit des Landes gegen Norden in- folge des Krieges und die damit verbundene Unzugänglichkeit der österreichischen Archive, machten sich bei dieser Arbeit stark bemerk- bar, da in Innsbruck und Wien noch viele Akten über den Maurer Kirchenbau liegen, die manche Unklarheit beheben und das Bild noch vervollständigew könnten.
        

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