— 165 wir es auch hier mit dem Unterbau eines Holzhauses zu tun haben, das in die Hallstattzeit gehören dürfte. Ganz ähnliche Baureste wurden schon in der Grabung 1942 (vgl. Bericht 1942, Plan I und Tafel ^) und die Fortsetzung im Südabschnitt der Untersuchung 1944 gefunden. Auch sie dürften in die Hallstattzeit zu datieren sein. Wir verfügen leider nicht über genügende Anhaltspunkte, um entscheiden zu können, ob diese Bauten gleichzeitig existierten, oder in verschiedenen Abschnitten der Hallstattzeit errichtet wurden. Je nachdem ergibt sich ein Bild mehr oder weniger intensiver Bebauung des Terrains. Möglicherweise haben auch nicht alle Bauten steinerne Sockel gehabt, so daß wir ohnehin keinen Eesamteindruck des Sied- lungsplanes erhalten. Uebrigens gehört das nördliche Lehmband in Profil III zweifelsohne zum Estrich eines Hauses an, doch ist damit noch nicht geagt, daß beide etwas miteinander zu tun haben. Eine eigenartige Erscheinung ist das südliche Lehmband in Profil III, dessen Ausdehnung in unserem Erabungsfeld die große punktierte Fläche in Abb. 5 zeigt, bis zur Stelle, wo sie stark nach Süden abfällt. Mit der großen Steinmauer kann sie nicht zusammen- hängen, da zwischen beiden — wenigstens im Südteil — Kultur- schicht liegt. Der 
Lehm senkt sich auch 
von Westen nach Osten. Die Dicke ist überall ziemlich gleich. Eine wesentliche Verschroemmung ist nicht festzustellen. Eine ähnliche Schicht sahen wir auch in Profil II, also weiter nördlich. Ja wir fanden nochmals eine solche Lehmlage im Nordwestabschnitt am nördlichen Ende des ganzen Platzes. Nirgends beginnt sie an der Felswand. Ob diese drei Stellen wirklich miteinander zu verbinden sind, ist nicht zu be- antworten. Nur weitere Untersuchungen könnten Auskunft geben. Einen Vorschlag zur Deutung dieser Erscheinung vermag ich nicht zu machen. Bezweckte der Lehm ein besseres Ablaufen des Regen- wassers, oder sollte er dieses sogar sammeln, da das Wasser sonst immer aus größerer Entfernung geholt werden mußte? Auf jeden Fall trennt die Lehmchicht einen unteren eisenzeitlichen Horizont von dem oberen. Es wird Sache einer genauen Untersuchung sein, zu eruieren, ob wir damit auch eine Marke für die Trennung ver- schiedener Kulturgruppen oder wichtigerer Epochen gewinnen. Die Beobachtung der Scherben während der Grabung hat, so- weit dies überhaupt möglich ist, kaum Anhaltspunkte für eine bronzezeitliche Besiedlung des Platzes ergeben. Ihre Niederschläge I 1 5
        

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