— 162 steinige bräunliche Eisenzeitschicht. Rechts oben wird sie durch eine auslaufende Lehmschicht geteilt, die uns später wieder beschäftigen wird und wenig südlich davon beginnt etwas tiefer ein gelbes Lehmband, das zunächst horizontal läuft, und dann gegen Süden absenkt. Aber auch darunter liegt noch v,5 Meter graubraunes Material, das der Eisenzeit angehören muß. Direkt unterhalb davon folgt mit der typischen Schwarzsärbunz die Horgener Schicht, die nach Süden deutlich an Mächtigkeit verliert. Weiter folgt die grünlich-bräunliche oberste Partie der Michelsberger Ablagerung, die von der zweiten Lage dieses Komplexes durch ein dünnes Band von Holzkohlen und rötlichen Brandflecken getrennt ist. Darunter folgten an Ort und Stelle alle weiteren Schichten, die wir in Profil l festgestellt haben. Ich glaube damit gezeigt zu haben, daß allein die genaue Auf- nahme und das sorgfältige Studium von Schichtprofilen schon zu beträchtlichen Resultaten führen kann. Sie sind die unbedingte Voraussetzung für eine Flächengrabung und das Verständnis der Geschichte eines Siedlungsp'.atzes überhaupt. So ergab sich das Programm für den flächigen Abbau des Grabungsareales 1945 sast von selbst. Trotzdem war 
in diesem Fall 
die sorgfältige 
Ab- schälung der Schichten noch schwierig genug. Die Flächenausgrabung hatte zunächst die Aufgabe, die Humus- schicht und die vielen Baumstrünke zu entfernen. Kleinfunde kamen dabei kaum zutage. Die oberste Kulturschicht wurde in einzelnen „Abstichen" abgebaut und die Funde daraus wurden nach den sich ergebenden schematischen Horizonten aufbewahrt. In etwa 5(1— 6l) cm stießen wir in der Eisenzeitschicht auf eine kompakte Stein- masse, die wir sorgfältig freilegten (Abb. 5). Es ergab sich ein etwa 2 m breites Band, das parallel zur Felswand lief mit einem Ab- stand des westlichen Randes von letzterer von etwa 2,5 m. So wie wir diesen Steinhaufen fanden, kann er ursprünglich nicht aus- gesehen haben. Es war leicht festzustellen, daß die ganze Masse in der Richtung des Terraingefälles, also nach Osten zu, verstürzt war. Leider ließen sich kaum Steine finden, die offensichtlich noch in ur- sprünglicher Lage waren. Es fällt hingegen der einigermaßen regel- mäßige Westrand auf, während gegen Osten vom eingezeichneten Rand aus noch weitere verstürzte Steine in tieferer Lage — der stärkeren Terrainsenkung entsprechend — hätten eingezeichnet wer-
        

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