— 143 blieben. Das Bild wurde von Säulen eingerahmt, von denen sich die gutvergoldeten Kapitale noch im Psarrhaus befinden und die Säulen trugen ein Gesims, das mit einem einfachen Holzkreuze geschmückt war. Wie wir aus dem Bericht des Pfarrers Möhrle vom 24. Oktober 1854 wissen,, wurde das Bild auf Kosten der Pfarr- gemeinde angeschasst, es wurde also durch die Ersteller der Kirche nur die Steinhauerarbeit und der Altarausbau mit der Bergol- dung beigestellt. Daß der Altar ein Kunstwerk war, kann also nicht behauptet werden, denn die andern von Rißbacher erhaltenen Altar- bilder und die Stationen stellen keine solche dar, wohl aber lassen die noch vorhandenen Säulenkapitcile aus stilgerechte gute Arbeit schließen. In der an künstlerischem Empfinden armen Zeit der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, die nur Freude und Sinn für Ueberladung durch schwere und sarbenbunte Gegenstände hatte und in der die Schablonenmalerei Trumpf war, hatte man das Emp- finden, daß der einfache Altar nicht mehr zur Kirche passe. Unter '"farrprovisor Dr. Ferdinand Matt, der sür den bereits in Chur wirkenden Pfarrer Dr. Fr. I. Kind die Pfarrei verwaltete, stiftete Agatha Matt im Hause Nr. 5 den Betrag von 3000 sl für einen neuen Hochaltar und von weiter« Wohltätern wurden noch 1172 sl gesammelt. Die Anschaffung eines neuen Hochaltares war eine Lieblingsidee von Pfarrer Matt und in der von ihm begonnenen Pfarrchronik schildert er uns ausführlich die Verwirklichung seines Planes, seine Reise zu den Altarbauern im Südtirol und wie dann die Firma Marggraf in München nach seinen Ideen einen Plan entwarf. Am 14. Januar 1889 wurde mit Johann Baptist Marg- 'graf ein Kaufvertrag abgeschlossen und am 1. September bereits unter dem neuen Pfarrer Burgmayer wurde der Altartisch aus- gestellt und am 27. September vom Bischos Johannes Fidelis Bat- taglia anläßlich einer Firmreise auf die Kirchenpatrone, die Hl. Apostelfürsten Petrus und Paulus geweiht. In das Sepulchrum wurden Reliquen des hl. Bcnedikt, des hl. Deus Dedit und der hl. Bictoriana eingeschlossen. Die Mensa wurde vom Baumeister Eröner in Altenstadt gebaut. Der Hochaltar, der dann im Novem- ber 1889 aufgestellt wurde, kostete über 7099 Mark, dazu kamen noch 275 sl Zoll und die Mensa und im folgenden Jahre wurde noch eine Sammlung zur Anschaffung der Altartücher, eines Ta-
        

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