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- meinde Mauren langjährige Verhandlungen wegen Concurrenz des öfter. Religionsfondes zu den Kirchen-, Widums- und Fried- hofsbauten in Mauren geführt wurden die, weil die Concurrenz- pflicht des öfter. Religionsfondes zweifelhaft und streitig war, bisher zu keinem befriedigenden Abschlug gediehen. Es wird weiters bemerkt, daß die Gemeinde Mauren, nachdem zur gütlichen Bei- legung dieser Streitangelegenheit eine Vergleichsverhandlung ein- geleitet worden war, über Anschluß des unter Intervention der liechtensteinischen Regierung zusammengetretenen verstärkten Ee- meinderathes laut Commissionsprotokoll vom 8. Juni 1876 einen Vergleichsantrag stellte, demzufolge sich die Gemeinde Mauren gegen Ausbezahlung einer Aversalsumme von 3506 sl ö. W. dem öfter. Neligionsfonde gegenüber, sowohl für die Vergangenheit als für die Zukunft aus alle Ansprüche einer Beitragsleistung zu den Maurer Kirchen- und Pfrundhausbaulichkeiten verzichten zu wollen erklärte, welcher Antrag von Seite der öfter. Regierung angenom- men und infolgedessen mit Erlaß des hohen k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht de dato Wien 15. Juli 1876 Z. 11126 die kk. Statthalterei in Innsbruck ermächtiget wurde den Vergleich mit der Gemeinde Mauren abzuschließen. Zum Abschlüsse des Ver- gleiches wurde von Seite der h. kk. Statthalterei mit Erlaß vom 18. August 1876 Z. 12696 der kk. Bezirkshauptmann in Feldkirch Joses Anton Neuner und von Seite der Gemeinde Mauren der mittels Vollmacht de dato Mauren 15. September 1876 bestellte Vertreter Herr Franz Joses Ritter von Mauren ermächtiget und zwischen diesen wurde unter Vorbehalt der Genehmigung Seitens der h. kk. Statthalterei in Innsbruck und der löbl. s. Liechten- stein'schen Regierung heute zu Stande gebracht nachstehende Vergleichs-Urkundei 1. Der öfter. Religionsfond verpflichtet sich der Gemeinde Mau- ren eine Aversalsumme von 3500 fl sagei Dreitausend Füns Hun- dert Gulden öfter. W. nach Wahl der Gemeinde entweder in effek- tivem Silber oder in Noten nach dem, im amtlichen Cursblatte der Wiener Börse notierten Geldkurse des Silbers, an dem, dem Zahlungstage vorangegangenen Börsentage ohi'.e allen Abzug, da- her Stempel und Gebührenfrei durch das kk. Hauptsteueramt in Feldkirch gleich nach erfolgter Genehmigung dieses Vergleiches aus- zubezahlen.
        

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