— 135 — meindevertretung zur unveränderten oder doch annäherungsweisen Annahme des Angebots der österreichischen Behörde zu vermögen." Das Resultat der Beratung war nachstehender mit überwie- gender Stimmenmehrheit gefaßter Entschluß! 1. die Ortsgemeinde Mauren verzichtet dem österreichischen Neligionssonde gegenüber sowohl für Vergangenheit als für die Zukunft auf alle Ansprüche einer Beitragsleistung zu den Maurer Kirchen- und Pfrundhausbaulichkeiten, entweder aus dem Titel des Zehnrechtes und des Eüterbesitzes oder aus dem Titel des Patro- nates soferne 2. derselbe innerhalb 3 Monate die auf 3500 sl ! dreitausend- fünfhundert Gulden östreichische Währung in Silber herabgemin- derte Aversualsumme ohne allen Abzug, daher Stempel und Ge- bären frei beim k. k. Hauptsteueramt in Feldkirch flüssig gemacht wird. Zu einer noch größeren Ermäßigung der Ablösungssumme kann sich aber die Gemeindevertretung unmöglich herbeilassen. Auch ihr stehen nämlich Aufschreibungen zur Verfügung, wodurch ziffer- mäßig nachgewiesen werden kann, daß die Gemeinde bisher zu Kirchen- und Pfrundhaus - Baulichkeiten Eeldvorschüsse geleistet habe, welche die angesprochene Ablösungssumme von dreitausend- fünfhundert Gulden nahezu erreichen, wenn nicht überschreiten. Die Gemeindevertretung zweifelt ferner nicht, daß ihr bevollmächtigter Herr Dr. Jussel mit dem ihm zur Verfügung stehenden Materials den Beweiß liefern wird: dem österreichischen Religionsfonde ob- liege aus dem Besitze von mit der Kirche im Zusammenhange stehen- den Liegenschaften die Beitragspflicht zu den Kirchen- und Pfrund- hausbaulichkeiten hießiger Pfarrgemeinde. Würde daher der vor- liegende Antrag der gefertigten Gemeindevertretung vom kk. Cul- tusministerium neuerlich abgelehnt werden, oder sollte die Flüssig- machung des Geldes nicht innerhalb der gestellten Frist d. i. bis Ende August 1876 geschehen, so würde 3. die Gemeindevertretung Mauren für fernerhin von der Fortsetzung der eingeleiteten Vergleichsverhandlungen ganz ab- gesehen und jedes weitere Angebot von Seite der k. k. österreichi- schen Regierung schon jetzt ablehnen. Für diesen Fall wird
        

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