— 122 — Am 28. Zuli 1857 berichtete Wien, dah der Fürst ein Drittel der Anschaffungskosten übernehme. Für den 23. August wurde in Mauren wieder eine Gemeindeversammlung anberaumt und bei dieser sollte die Gemeinde den Beschluß fassen, das Sechstel definitiv und ohne Rückersatz zu übernehmen. Der Beschluß kam nicht zu- stande, sondern man erklärte sich bereit das Sechstel sofort bar aus- zubezahlen, doch behielt man sich die Forderung des spätern Rück- ersatzes vor. Ungefähr zu dieser Zeit übergab die Gemeinde Mauren dem Glockengießer Erasmayr die beiden gesprungenen Glocken des alten Geläutes. Sie wurden eingeschmolzen und eine neue Glocke ron zirka 7 Zentnern kam dafür nach Mauren, allerdings nicht auf den Turm, da der Glockenstuhl fehlte. Das Aktenstück, das darüber berichtet, ist datiert vom 23. November 1859 und Pfarrer Neyer schreibt: „Bekanntlich steht schon seit Jahren (die Vorgänge hatten sich noch unter Pfarrer Hagg abgespielt) eine neue sieben Zentner schwere Glocke in der Kirche hier, welche aus dem Erlös der alten Elöcklein bis auf 170 fl bezahlt ist und welche sich zum künstig be- anschlagten Geläute für die „Kleine" eignet. Auch hängt ein circa drei Zentner schweres Elöcklein im großen Thurme, welches seit 18 Jahren allein seine Dienste versehen mußte." Nun aber trat wieder Ruhe ein und im Jahre 1859 folgte dann der Beschluß des österreichischen Ministeriums für Kultus und Unterricht, wonach das Patronat über Mauren nicht mehr aner- kannt wurde und womit auch weitere Beiträge verweigert wurden. Es war klar, daß weder das Regierungsamt als politische Lan- desbehörde, noch die Gemeinde die Entscheidung des Ministeriums anerkennen konnten. Es wurden verschiedene Versuche unternom- men, Verhandlungen in Gang zu bringen. Für die Domänenver- waltung kam auch noch die Entscheidung des bischöflichen Ordina- riates vom 22. Dezember 1857 dazu, die wohl für das fehlende Sechstel beim Kirchenbau als endgültig zu betrachten war, durch das man aber die künftige Veitragsleistung der fürstlichen Domäne zu den Pfrundbauten nicht präjudizieren lassen wollte. In der letzte- ren Angelegenheit hat die fürstliche Buchhaltung in Vutschowitz am 25. Januar 1858 ein Gutachten erstattet, welches zum Schlüsse kam, daß wegen der Wichtigkeit der Frage ein Rechtsgutachten eingeholt werden solle. Das Regierungsamt erstattete am 7. Juni 1858 einen
        

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