— 118 — sucht. Am 26. Februar 1858 antwortete die Hofkanzlei, daß analog wie beim Kirchenbau nur ein Drittel an die Ausgaben bezahlt werde und für den Rest hätte die Gemeinde einzustehen. Wegen Durchführung der weitern Reparaturen faßte man den Beschluß, daß die Entscheidung des Ordinariates abzuwarten sei. Baumeister Seeger hatte die übernommenen Arbeiten noch im Herbste 1855 ausgeführt, doch erst am 3. März 1857 wurde die Kollaudierung vorgenommen und im Juli erklärte die Finanzlandesdirektion in Innsbruck, daß sie das Kollaudierungsprotokoll nicht anerkenne. Seeger werde aus Grund seiner Offerte bezahlt, aber die Mehr- arbeiten, die 36 fl 49 kr betrugen, waren noch gesondert nachzu- weisen. Diesen Restbetrag erhielt Seeger dann im Juni des Jahres 1859 ausbezahlt. Noch aber waren die weitern Reparaturen aus- zuführen. Als nichts geschah, ließ Pfarrer Hagg für mehr wie 106 fl Arbeiten machen. Er stellte die Forderung auf Rückersatz dieses Betrages, aber es ist in den Akten nicht zu finden, daß sie ihm ersetzt wurden. Als dann Pfarrer Neyer 1859 die Pfarre Mauren übernahm, betrieb er in seiner raschen Art die weitere Durch- führung. Fürst Alois hatte noch im Jahre 1858 einen weitern Be- trag von 773 fl bewilligt und nun lag die Verzögerung an Oester- reich. Dort wurden damals alle Patronate des Religionssondes einer Sichtung unterzogen und so kamen die Akten des Maurer Patronates an das Ministerium für Kultus und Unterricht, dem der Religionsfond unterstand und dieses entschied, daß das Maurer Patronat nicht anerkannt werde, da die Stadt Feldkirch das Prä- sentationsrecht habe. Die Entscheidung des Ministeriums wurde am 24. März 1859 durch die Finanzbezirksdirektion in Feldkirch dem Regierungsamte mitgeteilt und es wurde beigefügt, daß auf Grund dieser Entscheidung weitere Beiträge zum Bau und Unterhalt der Maurer Pfrundbauten nicht mehr geleistet würden. Das Regie- rungsamt gab in seiner Beantwortung seinem Befremden über diese Entscheidung Ausdruck und wies darauf hin, daß Kaiser Franz im Jahre 1825 das Patronat ausdrücklich anerkannt habe und auch die Gemeinde Mauren war nicht willens, diese Entscheidung an- zunehmen, denn es handelte sich um die Ablehnung großer Beträge, die noch zur Vervollständigung der Einrichtung der Kirche seitens des Patrons und der Konkurrenzpflichtigen zu leisten waren und von der Gemeinde verlangt wurden.
        

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