— 115 — 11. vier Stücke marmorene Weihwassersteine für 20 sl 12. eine Muttergottes-Statue mit Fassung sür 72 fl 13. 14 neue Altarleuchter für 140 fl 14. verschiedene nothwendige Paramente für 500 fl 15. Vethstühle aus die Emporkirche für 60 fl macht zusammen die Summe von 3541 fl Da nun neben dieser sehr ansehnlichen Ausgabssumme noch manches in die Kirche anzuschaffen wäre, und nach und nach auch wirklich angeschafft werden muh; so kann man sich wohl denken, dah die Gemeinde den besagten Vorschuh oder Sechstel nicht leicht mehr werde leisten wollen oder auch nur könne; man muh vielmehr mit demselben zufrieden seyn, und ihren guten Willen nicht über- spannen." . Diese Leistungen der Gemeinde Mauren zur Ausstattung der Kirche innerhalb eines Zeitraumes von zehn Jahren nach ihrer Fertigstellung sind wirklich sehr beachtlich und sie zeigen uns, wie die Baupflicht lediglich das Mauerwerk hinstellte, die Ausstattung zur würdigen Feier des Gottesdienstes aber dem Willen und Ver- mögen der Pfarrkinder überlassen wurde. Nun gab es noch ein Zwischenspiel, das die Austragung des Rechtsstreites über die Baukonkurrenzpflicht auf die lange Bank schob, nämlich die notwendige Reparatur des Pfarrhauses, die wieder unter den ungeklärten Verhältnissen zu leiden hatte. Pfar- rer Möhrle hatte 1855 auf die Pfarrei verzichtet, in die er nach dreijähriger Tätigkeit als Benefiziat in Feldkirch als erster Kaplan — er hat die Kaplaneipfründe gestiftet — zurückkehrte. Sein Nach- folger wurde Joseph Hagg aus Feldkirch, der dann 1859 resignierte und in den Jesuitenorden eintrat und nach ihm kam Pfarrer Neyer. Pfarrer Hagg verlangte, dah die notwendigen Reparaturen besonders am Dach und an den Fensterstöcken vorgenommen wür- den. Das Regierungsamt schrieb am 29. April 1856 an die Finanz- bezirksdirektion — früher Rentamt — in Feldkirch und ersuchte um Entsendung eines Sachverständigen, um im Pfarrhause die vor- handenen Schäden festzustellen. Dies geschah am 3. Juni und es wurde ein Kostenvoranschlag im Betrage von 1649 fl 22 kr auf- gestellt. Die Finanzbezirksdirektion in Feldkirch erklärte sich bereit,
        

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