— lll - dienste im Verhältnis des Kostenvoranschlages Min Ersteigerungs- preise mit 294 fl 58 kr zusriedengestellt wurde. Die Drehung der Kirche verursachte Mehrkosten an Mauerwerk im Betrage von 331 sl 27 kr, da die Sand- und Kiesschichte, die beim Fundament- aushub an der Stelle, wo der Turm nach dem Projekt hätte stehen müssen, zum Borschein kam, trotzdem ausgehoben werden mußte, um sür den Chor ein gutes Fundament zu bekommen. Die Mehr- arbeit beim Graben mußte von der Gemeinde geleistet werden. Die Mehrkosten wurden dem Unternehmer nach längerem Korrespon- denzwechsel und nach Adjustierung der Berechnung ebensalls im Verhältnis des Ersteigerungspreises zum Kostenvoranschlag mit 290 fl 38 kr vergütet. Die Zahlung der Bausumme seitens Oesterreichs erlitt Ver- zögerungen. Während das Vaduzer Rentamt bereits im Mai 1842 dem Unternehmer den Betrag von 2000 sl für geleistete Arbeit be- zahlte, erfolgte die erste Zahlung durch das Feldkircher Rentamt erst im August. Die endgültige Abrechnung seitens Oesterreichs wurde im Mai 1844 vorgenommen. Der Unternehmer hatte nach den Versteigerungsbedingungen eine Kaution im Betrage von 1062 Gulden in Form eines Schuldscheines beim Oberamr in. Vaduz hinterlegt und dieser Schuldschein war als Hypothek auf seinem An- wesen eingetragen. Die Löschung dieser Hypothek wurde dann im August 1847 bewilligt. Im Kollaudierungsprotokoll sind auch noch einige Gegenstände erwähnt, die bei der Abfassung des Projektes vergessen worden waren. Es ist dies vor allem die Neuanlage des Friedhoses. Der alte Friedhos wurde durch die neue bedeutend größere Kirche zum Teil überbaut und war nun zn klein. Ferner war das Anbringen eines Geländers für die Emporetreppe übersehen worden, ebenso die Dachrinnen für das Kirchendach und ein Tausstein. Kreisinge- nieur Kink übernahm es, die Zustimmung der österreichischen Be- hörden zu diesen Anschaffungen einzuholen, die vor allem wichtig waren, weil für die Vergrößerung des Friedhofes von den Wein- bergen, die dem österreichischen Aerar gehörten, Grund benötigt wurde. Ueber den Ausgang dieser Verhandlungen ist nichts aus den Akten zu entnehmen. Sicher ist, daß der Tausstein aus den Mitteln der Gemeinde um den Preis von 77 Gulden angeschasst wurde, wie es Pfarrer Möhrle im Jahre 1854 berichtet. Der Fried-
        

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