ment vollständig ausgehoben worden sei und er ersuchte um neuer- liche Inspektion, um mit dem Mauerwerk beginnen zu können. Diese Inspektion fand am 25. März statt. Der nächste Bericht über den Fortgang der Arbeiten stammt vom Baumeister Oehri und ist datiert mit dem 26. April 1842. Er berichtet dem Oberamt, dah die Maurerarbeit so weit sei, dah die Seitentüren versetzt werden soll- ten. Die grohe Aenderung am Projekt, die Drehung der Kirche um 180 Grad, findet in keinem hiesigen Bauberichte Erwähnung. Wahrscheinlich wurde sie anlählich der Inspektion durch den Kreis- ingenieur Kink am 25. März vorgenommen, der darüber nur dem Kreisamte in Bregenz berichtete. Unterm 26. April 1842 schrieb das Kreisamt an das Oberamt, dah das Landes-Eubernium in Inns- bruck diese Aenderung bewilligt habe. Ob das österreichische Aerar zu den Kosten dieser Aenderung etwas beitrage, wurde nicht zu- gesichert. Es mühten zuerst die Quer- und Längsprofile eingesandt werden und bei der Hofkammer um eine Nachtragsbewilligung an- gesucht werden, da seinerzeit von dieser als Baukostenbeitrag eine bestimmte Summe genannt worden wäre. - Der letzte Bericht über den Fortgang der Bauarbeiten ist da- tiert vom 4. November 1843. Baumeister Oehri meldet die Fertig- stellung der Kirche und ersucht die Kollaudierung zu veranlassen. Diese Kollaudierung wurde am 12. Dezember 1843 vorgenommen. Anwesend waren Landvogt Menzinger und Rentmeister Rheinber- ger von Vaduz, Kreisingenieur M. Kink aus Bregenz, sowie der Baumeister Oehri und der Ortsrichter Kieber. Das Protokoll stellt fest: „ . . . dah sie im Allgemeinen vollkommen entsprechend mit dem erforderlichen Fleih und mit gutem Material erbaut worden sein müsse, indem an dem ganzen Gebäude weder von Auhen noch von Innen keine Spur von Klüfte, Sprünge oder von Abdrückung einzelner Steine wahrgenommen werden konnte." Damit war die Bauperiode abgeschlossen. Es folgte dann noch 1844 die Benedizierung durch den Landesvikar, Pfarrer Carigiet in Schaan, und 1846 die feierliche Konsekration durch den Bischof Kaspar von Karl. Ein Bericht des OA. vom 9. Februar 1844 er- wähnt, dah die Gemeinde „mit dem Neubau vergnügt sei" und es werde bereits Gottesdienst in der Kirche gehalten. Damit wäre die eigentliche Baugeschichte der Kirche abgeschlos- sen. Es sollen jedoch noch einige Einzelheiten aus dieser Zeit an-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.