— 106 — Aus der Schicht III kommen einige Bronzen, z. T. nur winzige, brüchige Ueberreste. Die schönsten Stücke sind eine 8 cm lange Pfeilspitze mit langem Dorn und Widerhaken und eine Nadel mit rundem Kopf und mit Rillen oben am Schaft, 10,5 cm lang (Abb. 21, Nr. 4 und 5)). Die schöne Pfeilspitze Nr. 11 wurde im Aushub des letzten Jahres gefunden; Nr. 3, ohne Widerhaken, kommt von der Kontrollgrabung auf der Terrasse über der west- lichen Felswand; Nr. 6 ist ein Bruchstück einer Nadel. Eisenerz. Solches fand sich in den Schichten IV, V und VI. Zum Teil waren es abgeschliffene Stücke, wahrscheinlich zum Fär- ben und Polieren von Tongefäßen verwendet (Abb. 21, Nr. 14,15). Werkzeuge aus Eisen. Ein eigenartiges Eisenbeil mit langem, hohlem Schaft, sowie zwei Eisenmesser kommen ebenfalls von der Terrasse über der westl. Felswand (Abb. 21, Nr. 1, 9, 17). Auf dem Hauptgrabungsplatz wurden nur unbedeutende Eisenreste ge- funden. Schmuck. Als Schmuckstücke sind jedenfalls die durchbohrten Zähne Abb. 20, Nr. 10 (Eberzahn), Nr. 22 (Bär) und Nr. 23 anzusehen, die alle aus den neolithischen Schichten kommen. Aus der Horgener Schicht kommt ein Bohrzapfen aus Serpentin, der in der Mitte auf zwei Seiten angebohrt ist und möglicherweise auch ein Schmuckstück war (Abb. 20, Nr. 19). Bruchstücke von Elasarmbiindern sind Abb. 21, Nr. 7 u. 8 aus Schicht II. Vom oberen Platz, über dem Fels, kommt eine Ton- spule (Abb. 21, Nr. 16), ähnliche Stücke gibt es vom Castels bei Mels. Auf dem oberen Erabungsplatz wurden auch zwei Römer- münzen gefunden, die dem 3. Jahrhundert n. Chr. angehören (eine Probus). Auf dem in der Nähe liegenden Erabungsplatz von 1937 hatte Hild römische Baureste aufgedeckt und verschiedene Funde gemacht, die auf die Anwesenheit der Römer auf den Höhen des Eschnerberges mit Sicherheit schließen lassen. Vom Westplatz aus Schicht III kommt ein angesägter Serpentin- block, der wohl dazu bestimmt gewesen war, ein paar schöne Stein- beile zu liefern.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.