— 102 — Meng hin') weist aber darauf hin, daß das Neben- und Durch- einander kleiner und kleinster Kulturgruppen, die in sich eine deut- liche und rasche Entwicklung aufweisen, nirgends größer sei als in Süd- und Mitteldeutschland. Dadurch aber, daß auf dem Lutzen- güetle die Schussenrieder Scherben, zusammen mit noch näher zu bestimmendem Material, unter der Michelsberger Schicht liegen, wird vielleicht unsere Erabungsstelle mit der Zeit auch ihren Bei- trag zur Klärung noch ungelöster Fragen leisten können. Abbildung 15 zeigt zum größten Teil Keramik aus Schicht V (Michelsberg), Nr. 4, 5, 7, 8 kommen aus dem tieferen Teil (b), unter dem Lehmboden. Es scheint, daß die Keramik im Teil b etwas seiner ist als im oberen Teil (a), wo grober, besenwurfartiger Schlicküberzug häufiger vorkommt. Abbildung 15,1 zeigt das Rand- stück eines Michelsberger Kruges mit Henkel, es scheint jedoch, daß der Henkelkrug hier selten ist; es fehlen bis jetzt auch noch die charakteristischen Michelsberger Backteller und Schöpflöffel. Eben- falls aus dem tieferen Teil der Schicht V kommen die Scherben, aus denen die Gefäße Nr. 3 und 4 auf Abbildung 22 ergänzt wurden. Bei Nr. 3 fehlte jedoch der Boden; er wurde im Museum Aller- heiligen in Schaffhausen nach bekannten Mustern rekonstruiert. Einige Scherben, die von Gefäßen stammen, welche kreuz und quer gezogene Ritzverzierung aufweisen, kommen auch aus Schicht V b (Abb. 16, Nr. 6. 7, 8). Das Randstück hat eine breite Knubbe, ganz oben am Rand. Abbildung 14 zeigt Scherben, wie sie besonders in dem oberen Teil (s) der Schicht V gefunden wurden. Sie stammen zumeist von größeren, außen mit rauhem Schlick überzogenen Gefäßen. Dieser Schlickauftrag zur Rauhung der Außenseite der Töpfe wird als kennzeichnend für Michelsberger Gefäße betrachtet.^) Häufig sind hier Knubben nahe am Rand (Nr. 3, 5, 8), auch Fingerkerben- verzierung (Nr. 7). Die Keramik der ganzen Schicht V ist sonst sehr arm an Verzierungselementen, ganz im Gegensatz zu Schicht VI. Schicht IV kann nun sicher alsHorgenerSchicht bezeichnet werden. Sie brachte auch in dieser Grabung wieder ganz eindeutig und unvermischt das Horgener Material, wie es der Pfahlbau -) Vgl. O. Mengbin. Weltgeschichte der Steinzeit. Wien 1931. S. KV. 2) Vgl. E. Vogt. Zum schweizerischen Neolithikum. Germania. Jahrgang 18. 1934. Hest 2.
        

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