— 98 — Diese dürften mit einer Wohnanlage zusammenhängen. Die beid- seitige Fortsetzung der Steinlage ist wohl in den Sondiergräben bei früheren Grabungen nicht erkannt und zerstört worden. Diese Steinlage erinnert sehr an die 1937 auf dem oberen Lutzengüetle von Hild freigelegte und von ihm als Ueberrest eines Wohnbaues gedeutete Steinlage.') Am Grund der tiefsten Schicht (VI) wurden als sicherer Beweis für das einstige Vorhandensein von Wohnbauten eine Anzahl von Pfostenlöchern festgestellt, die bis tief in den Lößlehm hinabreichten und deren schwarze Füllung sich dort deutlich im gelben Grund ab- hob (s. Abb. 2, 4 und 6). Die Pfostenlöcher sind auf den Bildern 4 und 6 durch Pfähle markiert. Der ausgegrabene Platz ist aber noch zu klein, um aus den Pfostenlöchern schon Hüttengrundrisse kon- struieren zu können. Am Grunde der Schicht VI macht es den Eindruck, als ob man im Lös; verschiedene Stufen unterscheiden könnte, die gegen die Felswand aufsteigen. Die Pfostenlöcher liegen alle in den unteren. Stufen. Auf der obersten, schmalen Stufe, an der Felswand, liegen große Steinplatten, die möglicherweise gelegt worden sind (Abb. 6, links). Eine Sondierung unter diesen Platten ergab zuerst eine Schicht gelben, fundleeren Löß, darunter wieder eine Schicht, die mit Kohle durchsetzt und deshalb dunkler gefärbt ist. Doch wurden weder Knochen noch Scherben darin gefunden Bild 9 ist die photographische Aufnahme des östlichen Teils von Schichtprofil l' — v (vgl. das Profil auf dem Plan; die Meß- latte steht bei Punkt 7). Die Baureste im Südgraben: Der ausgehobene Graben ist 12 Meter lang. Auf eine Länge von 7 Meter, vom Quergraben ab, wurde er bis in die Schicht III hinab 3 Meter breit geführt, in den unteren Schichten aber auf der ganzen Länge nur mehr 1 V2 Meter breit. Er wurde oben breiter angelegt, um auch noch die schon 1942 gefundene Mauer weiter bloßzulegen.^) Die Mauer- reste konnten noch 5,5V Meter weit verfolgt werden und hörten bei Längenmeter — 1,90 auf. Die Mauer reichte mit ihren Fun- >) Vgl. Jahrbuch des Sistor. Vereins sür Liechtenstein. Band 37. 2) Vgl. Erster Grabungsbericht. Jahrbuch des Sistor. Vereins. Band 42.
        

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