— 96 — mitzt (s. Plan). Da es sich zeigte, daß die Siedlungen mehr aus dem südlichen Teil des Platzes lagen, wurde ein 12 Meter langer Graben über die Platzmitte vom Quergraben aus nach Süden ge- zogen; dadurch sollte auch sestgestellt werden, ob eventuell der Platz auf dieser Seite in verschiedenen Perioden künstlich durch Wall oder dergl. bewehrt war. Am obgenannten, nach Süden in den Quergraben vorspringenden Platz waren am Schluß der letztjährigen Grabung die Schichten besonders deutlich zu sehen, wie Abbildung 2 im letztjährigen Erabungsbericht zeigt. Zu Beginn der diesjährigen Grabung wurde zuerst noch das Profil X — ^ erstellt (s. Plan), indem die 1943 hier begonnene Grabung bis auf den Grund durch- geführt wurde. Es waren nun aus der Ost- und Südseite des aus- zugrabenden Platzes folgende Schichten zu erkennen! Schicht I (ca. 25 cm Humus). Schicht II, grau, mit Funden der jüngeren Eisenzeit (rätisch und keltisch). Schicht III, grau, Funde der späten Bronzezeit und älteren Eisenzeit. Schicht IV, schwarz, Funde der neolithischen Horgener Kultur. Schicht V, grünlich-gelb, z. T. lehmig durchsetzt, mit Funden der neolithischen Michelsberger Kultur. Schicht VI, dunkler als Schicht V, dem fundleeren Löfz auf- gelagert. Die Kulturzugehörigkeii der neolithischen Funde dieser Schicht war zu Beginn der diesjährigen Grabung noch nicht be- stimmbar. Die Keramik der tiessten Schicht war aber bereits in der Grabung 1943 aufgefallen, sie war feiner als die der Schicht V und wies mehr Verzierungen auf. Die Mächtigkeit aller Schichten nimmt gegen die Platzmitte hin zu; sie keilen z. T. gegen die westliche Felswand aus, oder sie scheinen dort ineinander überzugehen. Die schichtenweise Grabung wurde dadurch ziemlich erschwert, dcch die Schichten, besonders die neolithischen, nicht horizontal liegen, sondern nach der Platzmitte zu einfallen. Im Südgraben (s. Profil V — ^) liegen die neo- lithischen Schichten, soweit sie in dieser Grabung erreicht wurden, ziemlich horizontal, dagegen fallen dort die oberen Schichten stark mit dem Terrain nach Süden ab.
        

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