— 47 — Verbindung. Nur die mächtige Rheinströmung, zusammengehalten durch die unterseeischen Leitwerke, bildete den Trennungsstrich. Schon ziemlich weit in den See hinaus mag der mächtige Schaaner Schutt- kegel gereicht haben. Die bedeutendsten Anziehungspunkte mögen die Halbinseln Blasen- und Ardetzenberg und die Inseln Schellen- berg und Matschelser Bergle gewesen sein. Für die Seeanwohner muß das aus dem Wasser treten des Jllgeschieberückens und damit die Abtrennung des Eisingersees ein merkwürdiges Ereignis ge- wesen sein, ebenso das infolge Absenkung des Seeniveaus erfolgte Auftauchen der unterseeischen Leitwerke über dem Seespiegel. Bei abnormen Hochwassern wurden die Kronen dieser Leitwerke oft auf weite Strecken überflutet und so fand oft eine breite und lange dauernde Kommunikation zwischen Strom und See statt. Jedoch fanden solche Einströmungen in den ersten Jahrhunderten nach Heraustreten der Dämme aus dem Wasser nur selten statt und zwar nur in Biegungen des Stromes. Damals führte der Fluß nur feines und feinstes Geschiebe. Sand und Schlamm, die zur Gänze von der Strömung bewältigt wurden und keine Sohlenerhebungen bewirkten. So änderten sich auch die Querschnitte des Flußbettes nicht. Ein Beweis für die Konstanz der Sohlenlage war der Bestand einer Flußschiffahrt auf dem Rhein und der Jll in früheren Jahr- hunderten. So liegen im Stadtarchiv zu Feldkirch Bestellungs- urkunden von Schiffmeistern und Fahrknechten, die den Bestand der Schiffahrt auf der Jll bis Feldkirch noch im 14. Jahrhundert, auf dem Rhein bis Altach noch im 15. und 16. Jahrhundert be- zeugen. Allmählich rückte dann das gröbere Geschiebe vor. Ein wärmeres, trockeneres Klima der ersten Jahrhunderte nach Christi Geburt, verbunden mit einem raschen Absinken des Bodenseespiegels, hatte eine erste rasche Austrocknung der durch die früheren Ein- schwemmungen des Hauptflusses und besonders der seitlichen, grobe Schotter führenden Zubringer seicht gewordenen Seepfannen zur Folge, deren schlammige Gründe nun Waldboden wurden. Bestände von frühen Weiden und Eschen bildeten die ersten Waldinseln, die aber kaum nach Bildung der Wälder durch das in den feuchten Gründen wuchernde Sumpfmoos erstickt wurden. Bei späteren Ein- schllttungen grober Schottermassen, die mit dem Vorrücken des gröbe- ren Schotters infolge Sohlenerhebung und damit gehender Ver- ringerung des Bettquerschnittes immer häufiger wurden, und auch
        

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