— 45 - ergebnisse erwiesenen oder durch geschichtlich festgelegte, urkundlich erhaltene Lokalbezeichnungen angedeuteten Seen im Rheintale an- führen. Das Sarganserfeld läßt einen alten Seeboden erkennen, der aber nach Entriegelung der Landquart rasch verschüttet wurde. Auch im Oberfeld nördlich des Fläscherberges, besonders aber im Balzner Riet, ist ein verwachsener Seeboden zu erkennen. Einen kleinen See barg auch die Seveler Au. Gegenüber unserem Liech- tensteiner See, der in einer seichten Bucht im Val Gupp, in einer tiefen Bucht im Val Verror abgeschlossen wurde, hat sich links- rheinisch der Buchser See bis zum Kobelwalder Sporn ausgedehnt. Am längsten dürfte sich der Liechtensteiner See in der Tostner Bucht erhalten haben, worauf der Flurname „am See" hinweist. Südlich dieser Flur findet sich eine größere Rietfläche, die nach verhältnismäßig geringen Niederschlägen geschlossene Wasserbedek- kung aufzeigt. Vom Buchser See ist ein Teil nächst dem Städtchen Werdenberg noch heute vorhanden. Zeugen ehemaliger Seebedeckung sind die einst ausgezeichneten, nun rasch ihrer Erschöpfung entgegen- gehenden Torfgrllnde südlich vom Kummen. Ein langer, schmaler, früher bedeutend breiterer See zog sich vom Kummenberg gegen Hohenems hin. Charakteristisch ist der Wasseraustritt unterhalb der Bahnlinie westlich des Sonderberges. Wenn man das mühe- lose Einsinken eines Schwerlotes bis 4t> m bedenkt, und das leichte Einbiegen der oberflächlichen Rietdecke bei jedem Schritt, so erhält man den Eindruck eines auf schlammig-wässerigem Brei schwimmen- Rietfilzes. Von Hohenems aus bis zur Seelacke und dem weit- gedehnten Schlammkegel der Dornbirner Ache lag wiederum ein See. Der Flurname „Seemiihder" deutet heute noch auf jenen See- bestand hin. Unter dem Bahnhof Hohenems findet sich tiefgründiger Moor- und Schlammboden, Seeabsätze, die auf einen ursprünglichen Zusammenhang zwischen dem vorhin behandelten Eötznersee und dem nördlich Hohenems hinweisen. Westlich des Schlammkegels der Dornbirner Ache breitet sich der Lustenauer See bis gegen Vrugg hin aus. Dort schnitten die einander berührenden Anlandungen des Rheins und der Dornbirner Ache die Verbindung mit dem Bodensee ab. Ein Rest, „der sehr tiefe Vorsee, der zur Herbstzeit viel und gutes Federwild herbeizieht", bestand noch, wie Gustav Schwab berichtet, vor etwa 100 Jahren. Am linken Ufer des Rheins
        

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