— 44 — Kreideriegels bei Feldkirch einen gewaltigen ungefähr 6V m tiefen Strudeltopf, über dem heute die Fabriksgebäude der Firma Carl Eanahl K Co. stehen. Zunächst lief die Jll durch das Ardetzental gegen Altenstadt und war hier hauptsächlich mit Wegräumen des Moränenmaterials und Zuschüttung der vorhin erwähnten seichten Seebucht beschäftigt. Die kleinen Jllgerölle grenzen an den weit ausgedehnten Schlammkegel der Frutz. Unterhalb Brederis dehnte sich gegen den Rhein hin der weit nach Süden reichende Liechten- steiner See aus. Eine mächtige Veränderung rief die Ausräumung der unteren Jllschlucht durch Entfernen des hineingestopften Mo- ränenmaterials und die Annäherung einer Eleichsohligkeit des Jll- laufes hervor. Der breite Ablauf der Jll durch das Ardetzental ver- tiefte, versandete und verschlammte, während der Flug das viel steilere Gefalle durch die untere Jllschlucht einschlug und den ge- waltigen Rücken groben Geschiebes in den südlich der Frutz liegen- den See vorschob. Das Gefalle war so stark, daß der Eeschieberücken bis an den Rhein vorgetragen wurde, wo er mit dem basalen Schlammkegel der Frutz vereinigt wurde. So wurde der Eisinger See von dem Liechtensteiner See abgedämmt. Bezüglich der Ee- schiebeführung erwähnt Krapf: „Die Jll hat eben dem Unterlaufe des Rheins den Stempel eines geschiebeführenden Gewässers viel früher ausgedrückt, als es dieser allein vermocht hätte. Noch zu Beginn des 13. Jahrhunderts scheint dessen Eeschiebestrom nicht bis zur Jllmündung vorgedrungen zu sein, wie das aus einem Bericht an die Landesbaudirektion Innsbruck vom Jahre 1807 hervorgeht, worin es heißt, daß der Rheinstrom zwischen Bangs und Matschels nicht reißend sei und nur einen sandigen Schlamm mit sich führe." Daraus ist zu entnehmen, daß sich an der Jllmündung ein breiter Rücken in die Eesällslinie des Rheins eingeschoben hat, der eine relative Einsackung des Strombettes zwischen Trübbach und Jll- mündung zur Folge hatte. Heute ist sie infolge der beträchtlichen Sohlensenkung und des Nachschubes des schweren Geschiebes der entriegelten Landquart nicht nur verschwunden, sondern an ihrer Stelle erhebt sich ein neuerlicher Geschieberücken. Unterhalb Balzers bis außer die Ortschaft Vaduz wurde der Liechtensteiner See durch zahlreiche Rüfenkegel rasch und tief verschüttet. Um eine Vor- stellung über das Rheintal in der Zeit des Bestandes des Liechten- steiner Sees zu erwecken, will ich übersichtlich die durch Forschung?-
        

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