— 22 — dann über die Strafgerichte 1851, und 1862 als Beilage zum Schul- programm „Beiträge zur Geschichte Eraubündens". Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch die Wahl Peter Kaisers 1849 zum Präsidenten der Eeschichtsforschenden Gesellschaft in Chur, die heute unter dem Namen „Historisch-antiquarische Gesellschaft Erau- bündens" weiterlebt. Wahrscheinlich befaßte sich Peter Kaiser noch mit einem Spezialwerke über die Geschichte Eraubündens, was in der Eingäbe der Gemeinde Vigens an den Großen Rat im Jahre 1856 erwähnt wird, doch wurde dieser Plan nicht mehr verwirklicht. Bedenken wir, daß Peter Kaiser bis zu seiner letzten Krankheit eifrig im Schuldienste und in der Schulverwaltung stand, daß er durch die Politik stark beansprucht wurde, dann müssen wir bekennen, daß sein Leben ein Leben der Arbeit und Forschung war und daß sein Werk seinen Namen mit Recht der Nachwelt überliefert. IV. Peter Kaiser als Politiker und Patriot. Durch seine Kenntnisse der geschichtlichen Entwicklung seiner Heimat und sein damals wohl einziges Wissen um die Rechts- verhältnisse des Landes, war Peter Kaiser dazu bestimmt, auch in das politische Geschehen seiner Heimat einzugreifen. War er doch in seiner Heimat kein Unbekannter. Durch seine Forschungen in den Archiven des Landes und der Gemeinden für sein Eeschichts- werk stand er beständig in Fühlung mit seinen Landsleuten unter denen er die besten und einflußreichsten zu seinen Freunden zählte. Schon 1846 wurde Peter Kaiser einer Dreierkommission beigewählt, die nach Wien ging um den Fürsten Alois über die Verhältnisse und Wünsche des Landes zu unterrichten. Der Erfolg dieser Mission war dann der Besuch des Fürsten im Lande im Jahre 1842, bei dem sich der Fürst mit den Verhältnissen unmittelbar vertraut machte und welchen Besuch er auch später mit der Absicht auf längeren Aufenthalt wiederholte. Aenderungen folgten keine, denn dem Fürsten waren durch die Mitgliedschaft des Landes beim Deutschen Bund die Hände gebunden. Es kam das Jahr 1848. Von Paris aus breitete sich, wie schon früher, die Revolution über alle deutschen Lande aus. Das Volk verlangte die Einsetzung von konstitutionellen Monarchien und auch in Liechtenstein wurde dieselbe Forderung erhoben. In den Tagen
        

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