— 108 — wurde dort auch eine Grabung durchgeführt (s. Plan). Diese Grabung ergab, daß oben die gleichen Perioden der Metallzeiten vorhanden sind, wie aus dem Hauplgrabungsplatz, nämlich von der spätesten Bronzezeit bis zur Römerzeit. Dac- keramische Material stimmte von beiden Plätzen ziemlich überein. Die Kulturschicht war durchschnittlich 60 bis 80 cm ties; sie lag aus dem Felsboden aus. der stellenweise durch eine Steinlage ausplaniert war. Die wichtig- sten, neben der Keramik zutage gekommenen Funde wurden oben schon erwähnt. Funde, die auf eine Besiedlung der Terrasse auf der Felswand in der Jungsteinzeit schließen lassen, wurden nicht gemacht. Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß die diesjährige Grabung auf dem Lutzengüetle wieder besonders gute Ergebnisse gezeitigt hat. Immer mehr zeigt es sich, wie wichtig diese Fund- stelle für die Kenntnis des Neolithikums im Alpengebiet werden kann. Aus der tiefsten Schicht wurde reichlich Material gehoben, das sich deutlich von dem der Schicht V unterscheidet und das bereits Anhaltspunkte zur Einreihung in bestimmte Kulturen ergibt, wenn es auch bis jetzt noch der Einheitlichkett zu entbehren scheint. In der Michelsberger Schicht sind gewisse ic-lale Eigenheilen festzustellen. Die Keramik des unteren Teils !>! ist von der des oberen Teils etwa? verichieden. Schnckauftrag kommt hauptsächlich im öderen Teil l>> vor. Die Einheitlichkeit und kulturelle Geschlossenheit der Hcrgener -chichl ist wieder schön bestätigt worden. Eine deutliche Trennung der Schichten III und II tonnte nicht festgestellt werden. Keramik der Melauner Kultur findet sich in beiden Schichten, Graphittonteramii und Elasjchmuck nur in Schicht II. Der Arneil der spätesten Bronzezeit in Schicht III erscheint dies- mal geringer. Kennzeichnende Metallfunde zur Datierung fehlen. Es wurde abgeklärt, daß vom Siedlungsplatz westlich über dem Felsen nur Material auf den Platz gekommen sein kann, wie es sich in den metallzeitlichen Schichten II ui 5 III aus dem Haupt-
        

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