— 83 Stark bereichert wurde in dieser Grabung das eisenzeitliche Fundgut, sowohl bezüglich Keramik als auch durch Werkzeuge und Schmuck. Die Keramik weist zum größten Teil ganz rätischen Charak- ter auf. Sicheres Hallstatt scheint zu fehlen. Hallstättische Ueber- lieserung wurde aber durch die Melauner Kultur auch in unserer Gegend bis gegen Ende der La Tene-Periode fortgesetzt, wobei sich hier im Grenzgebiet natürlich keltische Einflüsse stark geltend mach- ten (Graphittonkeramit, Kammstrichverzierung, Elasschmuck). Das Fundinventar der bisherigen zwei Grabungen weist nun schon gegen tausend gute Scherben auf, d. h. solche mit Rand, mit Verzierung oder Bodenstücke. Die weitere Durchforschung des bisher reichhaltigsten und auf- schlußreichsten liechtensteinischen Fundplatzes wird nach den bereits vorliegenden schönen Ergebnissen sicher allgemeinem Interesse be- gegnen, indem sie nicht nur weiteres Licht ins Dunkel der heimat- lichen Vorgeschichte bringt, sondern auch zur Klärung urgeschicht- licher Fragen beitragen kann, die weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hinaus von Interesse sind. Zum Schlüsse hat sich der Berichterstatter noch verschiedener Dankespflichten zu entledigen. Herr K. Keller-Tarnuzzer, der Sekre- tär der Schweizerischen Gesellschaft für Urgeschichte hat auch Heuer wieder die Erabungsstelle in freundlicher Weise besucht und immer gerne fachmännischen Rat und Auskunft erteilt. Die Herren W. Burkart, Chur und B. Frei, Mels haben in freundnachbarlicher Weise bei der Grabung zwei Tage lang mit Rat und Tat mit- geholfen. Nach Beendigung der Grabung wurde ein Teil der besten Funde auch Herrn Pros. Dr. E. Vogt, dem Konservator des Schweiz. Landesmuseums in Zürich vorgelegt. Herr Dr. Vogt hat mit großem Interesse und in oerdankenswerter Weise das Material durchge- sehen und bestimmt und dabei auf die Wichtigkeit der Fundstelle aufmerksam gemacht. Allen genannten Herren sei für ihre freundliche Mitarbeit recht herzlich gedankt. Gedankt sei auch der Gemeinde Eschen, die ihre Einwilligung zur Grabung auf ihrem Gebiet auch Heuer wieder gab. sowie allen jenen, welche die Grabung irgendwie gefördert oder fleißig und freudig auf dem Erabungsplatz mitgearbeitet haben.
        

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