— 82 — Glas gelb erscheint. Aus blauem Glas sind die zwei Ringreste (7. u, 8) von Platz c, 19 bzw. 11 Millimeter breit. Bruchstücke ganz ähnlicher Armringe wurden bei den Grabungen aus Eutenberg gefunden (vgl. Jahrb. 1932 und 1933, Hild. Vorgeschichtliche Funde von Eutenberg-Valzers). In der Kartothek zur Ur- und Früh- geschichte der Schweiz, Basel, erschien als Nr. -18 eine Karte mit Bildern von Elasarmringen von Lenzburg und Hausen (Aarg ), die den unseren sehr ähnlich sehen und um 59 v. Chr. datiert sind. Auch die Hälfte einer Elasperle aus gelblichem Glas mit übereck gestellten weißen, blau eingefaßten Augen (Abb. 12, Nr. 19) hat ihr Gegenstück auf Eutenberg (vgl. Ib. 1933, a, a. O., S. 19 u, 25). In allen Schichten kamen auch reichlich Knochen von Haus- und Wildtieren zum Vorschein. Sie wurden für eine spätere Unter- suchung, möglichst nach Schichten getrennt, gesammelt. Zur Erleichterung einer in Aussicht genommenen Weiter- grabung im nächsten Jahre wurden die meisten Fundstellen offen- gelassen. Zum Abschluß kann festgestellt werden! Der vorgeschichtliche Siedlungsplatz aus dem Ejchner Lutzen- güetle erweist sich immer mehr als aufschlußreicher Fundplatz sür das alpine Neolithikum, das noch sehr wenig erforscht ist. Im Rhein- gebiet oberhalb des Bodensees dürfte er neben dem Petrushügel bei Cazis in Eraubünden bisher der ergiebigste Platz sein. In diesem Jahre konnte nun festgestellt werden, daß mindestens zwei Kulturen der Jungsteinzeit vorhanden sind, unten Michelsberger, oben Horgener Kultur. Ob auch noch andere Einflüsse da sind, und ob sich aus den Schichten V und VI wesentlich voneinander ver- schiedenes Material ergibt, wird sich erst in weiteren Grabungen zeigen. Wenn einmal Gefäße ergänzt werden könnten, so wären kennzeichnende Formen gewonnen, die bis jetzt noch fehlen. Frühe und mittlere Bronzezeit kann noch nicht festgestellt werden, insbesondere findet W. Burkart noch keine Vergleiche mit der bronzezeitlichen Crestaultakultur Eraubllndens. Das Material der späten Bronzezeit ist im wesentlichen das gleiche wie das der ersten Grabung; es erschien reichlich Keramik, doch fehlen auch Heuer wieder Werkzeug und Schmuck aus Bronze.
        

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