— 80 — dings die Scherben Abb. 8, oben, Nr. 1, 2, 3. Nr. 2 wäre mit seiner Tupsenleiste am Rand und der vertikalen Leiste, die viel- leicht die Verbindung mit einer tiefer ringsumgehenden horizon- talen Leiste darstellt, besonders charakteristisch. Seine Schichtzuge- hörigkeit ist aber unsicher, da das Stück im Schutt gefunden wurde, der im Winter auf den neolithischen Herd II gefallen war. Durch weitere Grabungen wird erst die Frage gelöst werden, ob der Platz auch in der frühen und mittleren Bronzezeit besiedelt war. Während die Grabung 1942 noch keine Knochenwerkzeuge zu Tage brachte, haben wir Heuer ein ganze Anzahl solcher gefunden. Abb. 9 zeigt Nadeln und Ahlen, eine Spachtel, einen Anhänger oder Knopf aus Bein, drei durchlochte Zähne als Anhänger, ferner Feuersteinwerkzeuge aus den jungsteinzeitlichen Schichten, besonders aus V und VI. In der untersten Reihe, Mitte, sind ein Schaber aus Bergkristall, die schon genannte Pfeilspitze und eine Anzahl Feuersteinmesserchen abgebildet. Oben, zwischen einem bearbeiteten Geweihstück links und einem Werkzeuggriff aus einem bearbeiteten Knochen rechts, ist ein Spinnwirtel von Ton aus Schicht II. Die Keramik der späten Bronzezeit, die wir beson- ders über dem Steinsatz auf Platz I,, sowie auf Platz und im südlichen Teil des Längsgrabens wieder reichlich fanden, brachte nicht wesentlich Neues. Häufig ist wieder die Art, wie sie Abbildung 10, Nr. 1, 2 und 3 zeigt', es sind Scherben von ziemlich groben Gefäszen mit aufgesetzten Fingertupfenleisten. Aus feinem schwar- zem Ton sind die Stücke Nr. 4, 5 und 7. Von Nr. 6, einem Scherben aus rotem Ton, mit der von einer weihen Masse ausgefüllten Drei- eckverzierung, wurde die Hälfte links bereits letztes Jahr gefunden. Nr. 12 ist ein gravhitiertes, glattes Randstück. Nach Ansicht von Dr. E. Vogt haben die Scherben Nr. 11. 14 und 15 auf Abb. 10 Hallstättischen Charakter. Nr. 11 u. 14 stammen vom gleichen Eefäh. Sie zeigen deutliche Spuren von Bemalung in der rillenartigen Verzierung; zwei braunrot bemalte Rillen wechseln immer mit zwei unbemalten ab. Weitere bemalte, sonst aber wenig charakteristische Scherben wurden sowohl in der letzt- jährigen Grabung als auch in der heurigen gefunden. Schicht II, das ist die Schicht unmittelbar unter der Humus- decke, lieferte auf dem ganzen Erabungsplatz auch in dieser Grabung wieder das rätische Scherbenmaterial (Abb. 11) und dabei auch wie-
        

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