— 78 — ist es dann natürlich leicht in Brüche gegangen. Ohne Rand sind auch die ritzverzierten Stücke von Abb. 5, Nr. 6, 11, 12, 13, aus schwarzem Ton, fein geglättet, zonenförmig verziert, wie Nr. 6; die Ritzverzierung ist manchmal auch inkrustiert, d. h. mit einer weißen Masse ausgefüllt (11 und 13). In den unteren Schichten fehlen aber auch nicht die Scherben mit stark gerauhter Oberfläche, Scherben von Gefäßen mit besen- wurfartigem Schlickbezug (Abb. 6, Nr. 2, 3, 4). Wir fanden solche Stücke schon letztes Jahr bei den Herdstellen und an der Westwand. Das gleiche Material fand Hild seinerzeit auf dem Borscht (vgl. Jahrb. 1935, S. 194 und Abb. 3). Hild wies damals schon darauf hin, daß sie der Michelsberger Kultur nahestehen dürften. Der Schlickbezug wird ja geradezu als Erkennungszeichen für die Michels- berger Keramik bezeichnet. (Vgl. 25. Jahresbericht der Schweiz. Gesellschaft für Urgeschichte, S. 43). Zu dieser Art gehört auch das große Nandstück von Abb. 6, Nr. 7, mit einer Knuppe ganz oben am Rand, die leider auf dem Bild, links neben der Bruchstelle am Rand, nur schwach sichtbar ist. Oefters kommen Verzierungen durch Fingertupfen am Rand vor (Abb. 6, Nr. 1, 8, 12, 13, 14). auch Verzierung durch Ein- stiche nahe am Rand (Nr. 15). Vom Platz li aus Schicht V stammen die Scherben mit runden Einstichverzierungen (Abb. 6, Nr. 9 und 10). Gekerbte Ränder haben das große schwarze Stück, Abb. 6, Nr. 6, ferner Abb. 4, Nr. 10 und 13, alle aus der tiefsten Schicht von Platz e. Ohne Verzierung ist das große Stück eines doppelkonischen Gefäßes (Abb. 6, Nr. 5), das ursprünglich gut geglättet war, doch ist der Ueberzug zum Teil abgefallen (Platz o, tiefste Schicht). Zu er- wähnen sind auch noch die drei stark gewölbten Stücke Abb. 4, Nr. 1, S, 4, von denen das erstere noch ein kleines Stück Rand besitzt. Schon letztes Jahr wies K. Keller-Tarnuzzer darauf hin, daß jedenfalls der Hauptbestandteil unserer steinzeitlichen Keramik der Michelsbergerkultur zugewiesen werden müsse. Diese ge- hört zum westischen Kulturkreis und ist benannt nach einer be- festigten Dorfanlage auf dem Michelsberg bei Untergrombach, Vruchsal, Baden. Dr. E. Vogt hält ebenfalls das Material, das sich Heuer aus den Schichten V und VI ergab, als der Michels-
        

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