— 77 — von solchen stammen mit Ausnahme von Nr. 12 und noch einem anderen Bruchstück aus den Schichten V und VI; Nr. 12 und das andere, nicht abgebildete Stück, kommen aus der Schicht der Horge- ner Keramik. Besonders gut erhalten und sehr schön gearbeitet sind die Beile 5 und 6. Die beiden Steinmeiszel 13 und 14 sind aus Serpentin, ebenso die meisten Beile. Das Rohmaterial fanden die Siedler des Lutzengüetle im nahen Rhein. Auch in diesem Jahr wurden wieder zwei Steinsägen gefunden und zwar in der schwarzen Schicht mit der Horgener Keramik (Abb. 3, 15, 16). Nach Mitteilung von Dr. E. Vogt werden solche Steinsägen häufig zusammen mit Horgener Keramik gefunden. Die Abbildungen 4, 5 und 6 zeigen das bessere Scherben- material aus den unteren neolithischen Schichten V und VI. Es wurde bereits gesagt, daß die Funde dieser zwei Schichten noch nicht getrennt werden konnten, da Schicht VI erst auf einem kleinen Raum angeschnitten wurde und erst nachträglich durch dunklere Färbung auffiel. Wenn sich bis jetzt auch noch kein Unterschied im Fundmaterial zeigte, so wird bei weiteren Grabungen das Material aus diesen beiden Schichten doch getrennt und verglichen werden müssen. Aus der tiefsten Schicht stammen alle Scherben mit Oesen (Abb. 5, Nr. 1, 2. 3, 4. 7). Alle diese Stücke sind aus feinem, glatten Ton, mit feinen Elimmerplättchen durchsetzt. Dabei ist kein Randstück. Es scheint also, daß die Oesen am Bauch der Gefäße angebracht waren und es handelt sich wahrscheinlich um wagrechte Durchbohrung. Ein Stück (Abb. 6, Nr. 11) besitzt einen Rand und hat eine senkrechte Durchbohrung der Oese. Dieses Stück stammt jedoch aus Schicht V, auch ist es gröber im Ton als die anderen Scherben mit Oesen. Von den ritzverzierten Scherben unten auf Abb. 5 kommen alle aus Schicht V mit Ausnahme des Randstückes mit Knuppe am Rand (Nr. 19), das aus Schicht VI stammt. Stücke mit spitzen Knuppen von Gefäßen aus feinem, rotbraunem Ton scheinen sich mehr in der Schicht V zu finden (Abb. 5, Nr. 5, 8, 9). Es gibt aber auch derbere Scherben mit Rand und Knuppe (Abb. 4, Nr. 3, 5, 6). Interessant sind die beiden offenbar zusammengehörigen Scher- ben in Abb. 5, Nr. 10. Das untere Stück ist ein Teil eines Bodens, das obere ein dazugehöriges Wandstück. Wo Boden und Wand sich berühren, hatte das Gefäß eine Einstichverzierung. An dieser Stelle 5 »
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.