— 76 — Schicht V ist von grünlich-gelber Farbe, lehmig und fast ohne Steine. Schicht VI ist unmittelbar dem sterilen Löß aufgelagert; sie ist dunkler als Schicht V und führte auf Platz l, viel Kohle und Asche. Das Fundmaterial der Schichten V und VI konnte in dieser Grabung noch nicht klar geschieden werden. Wir bezeichnen diese zwei Schichten zusammen vorläufig als unteres Neolithikum. Typi- sche Keramik aus den zwei tiefsten Schichten zeigen die Abbildun- gen 4, 5 und 6. Auf Platz t, ergeben sich für die einzelnen Schichten folgende Maße (vgl. Abb. 2)- Humus (Schicht I) . . . 0.25 Meter Schicht II 0.50 .. Schicht III 0.60 ,. Schicht IV 1.15 ,. Schicht V 0.90 ,. Schicht VI 0.50 Lösz . . . . Eesamtmächtigkeit d. fundführenden Schichten 3.90 Meter Gegen die Platzmitte zu liegt der Lösz noch ca. 20 cm tiefer. Die Schichten, besonders die unteren, fallen also nach der Platz- mitte zu (vgl. Profil, Abb. 1, unten). Dies ist auch der Grund, weshalb im Fundgut bei horizontaler Grabung zuerst ein gewisses Durcheinander herrschte. Bei schichtenmäßiger' Grabung, wie sie dieses Jahr zum großen Teil schon durchgeführt werden konnte, ergibt sich auch fundmäßig ein klares Schichtenbild. Das Fundmaterial. Besonders ergiebig waren in dieser Gra- bung die neolithischen Schichten. Abbildung 3 zeigt die Steinwerk- zeuge aus den Schichten IV, V, VI. Links oben (1) ein Nukleus, d. h. ein Kernstück, aus rotem Hornstein, gefunden im nördlichen Längsgraben in 2,50 Meter Tiefe. Aus dem gleichen Material ist die Pfeilspitze (Abb. 9, unten Mitte) verfertigt; diese wurde auf Platz t, in Schicht VI gefunden. Klopf-, Reib- und Kochsteine wur- den in Menge gefunden. Zwei schöne Stücke zeigt Abb. 3 Nr. 2 und 3. Das erste Stück ist durch zwei einander gegenüberliegende Vertiefungen besonders handlich gemacht worden. Es stammt von Platz c aus Schicht V. Der große Steinhammer (Nr. 4) wurde nachträglich im Aushub gefunden. Die Steinbeile und Fragmente
        

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