— 75 — Flechtwerkabdrücken zum Vorschein, der auch wieder in der gleichen Schichthöhe lag. Pfostenlöcher konnten noch nirgends beobachtet werden. Das Vorhandensein von Hüttenresten in der eisenzeitlichen Schicht ist aber doch erwiesen. Ein Teil der schon erwähnten Mauer wurde nach der Planaufnahme entfernt, um Platz zu schaffen. Eine Freilegung der ganzen Mauer muß auf später verschoben werden. Da an verschiedenen Stellen bis in eine Tiefe von über vier Metern gegraben werden muszte, gestaltete sich die Grabung zum Teil sehr zeitraubend und schwierig. Schichtenfolge. Durch die heurige Grabung ergab sich erstmals an verschiedenen Stellen ein gutes Bild der einzelnen Kultur- schichten. Ueberall, wo es möglich war, wurden die Profile genau aufgenommen. Bei einer späteren, zusammenfassenden Veröffent- lichung werden diese gute Dienste leisten' für eine planmäßige Weitergrabung sind sie unerläßlich. Die Humusdecke (Schicht 1) beträgt durchschnittlich 25 cm. In dieser finoen sich häufig von Mäusen aufgestoßene oder durch Waldbewirtschaftung an die Oberfläche geratene kleine Scherben und Feuersteine. Mit Schicht II bezeichnen wir die darunter liegende graue Schicht. Es ist die Schicht des rätischen Fundgutes (jün- gere Eisenzeit, s. Abb. 11 und 12). Auf Platz s und im Längsgraben ist diese Schicht nach unten durch eine dünne Steinstrate abgegrenzt. Schicht III unterscheidet sich in der Farbe kaum von Schicht II. Sie enthält das Fundgut der späten Bronzezeit (Abb. 10). Auf dem südwestlichen Teil des Platzes lag auf dem Grunde dieser Schicht eine Steinsetzung von ziemlich großen Steinen (Vgl. Abb. 2, und Jahrbuch 1942, Tafel'L). Schicht IV gehört bereits der Jungsteinzeit an. Wir be- zeichnen sie als obere neolithische Schicht. Sie liefert typische Kera- mik der Horgener Kultur (Abb. 7 und 8). Drei Meter vor der westlichen Felswand keilt diese obere neolithische Schicht aus (s. Profil. Abb. 1, unten). Sie fehlt also auf der Westseite des Platzes, während sie auf dem Platz l, eine Mächtigkeit von 1,15 Meter aufweist. Sie ist tiefschwarz, stark mit Kohle und kleinen verbrannten Steinen durchsetzt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.