— 67 — des Wiener Bürgermeisters Lueger wurde er der Führer der christ- lich-sozialen Partei Oesterreichs, zu deren Gründern er auch gehörte. Von ihm sagt Friedrich Funder im Staatslexikon: „Sein tragisches Schicksal war es, für die verfassungsmäßige Neugestaltung im Sinn nationaler Autonomien das Recht verfochten und es erlebt zu haben, dasz jenes große Oesterreich, dem er seine reichen Fähigkeiten mit voller Hingabe gewidmet hatte, zu Grunde ging, da der Mut und die Kräfte fehlten, seine Ideen zu verwirklichen." Prinz Alois hatte sich in erster Ehe mit Mary Fox, Adoptivtochter des Lord Holland, 1872 vermählt und dieser Ehe entstammen 4 Töchter. Er starb am 25. März 1926 und die Gemeinde Wien widmete ihm ein Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof. Der jüngste Bruder des Prinzen Franz war Prinz Heinrich, geb. am 16. November 1853, ein bekannter Eroßwildjäaer und Weltreisender, Fürst-Eroßprior des Souveränen Malteser-Ritter- ordens, gestorben am 15. Februar 1914. Prinz Alfred, der Großvater unseres jetzigen Fürsten wurde am 11. Juni 1842 geboren. Zuerst trat er in den Militärdienst ein, wurde dann aber Politiker und gehörte dem Reichstag an, in wel- chem er Obmann der katholischen Volkspartei war. 1865 vermählte sich Prinz Alfred mit Prinzessin Henriette von Liechtenstein, einer Schwester der Fürsten Johannes II. und Franz I. Prinz Alfred starb am 8. Oktober 1967 und sein Nachfolger im Besitz der Güter in der Steiermart wurde sein ältester Sohn Prinz Franz, der am 26. August 1929 unvermählt starb. Die Anwartschaft aus die steirischen Güter ging daher an den zweiten Sohn des Prinzen Alfred, an Prinz Alois über. Da aber mittlerweile die Linie dieses Prinzen zur Nachfolge im Majorat und in der Regierung des Landes berufen war, gingen die Herrschaften an die Linie des nächsten Bruders, des Prinzen Johannes und sein ältester Sohn, Prinz Alfred, trat die Güter an. Prinz Johannes, geboren am 6. Januar 1871 trat in den Militärdienst ein und zum erstenmal in der Geschichte des Hauses in die Marine. Er war Marineattach,- bei der österreichischen Botschaft in Rom. Das Ende des Weltkrieges beendete auch seine militärische Laufbahn, in welcher Prinz Johan- nes den Rang eines Linienschiffskapitäns erreicht hatte. Prinz Johannes war auch einer der Unterhändler beim Abschluß des Waffenstillstandes zwischen Oesterreich und Italien 1918. 1966
        

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