— 61 — Blankenheim. Die Ehe blieb kinderlos und Fürst Alois starb am 24, März 1805. Sein Nachfolger wurde sein Bruder Fürst Johannes ein glänzender Vertreter seines Geschlechtes als Staatsmann und Heer- führer. Geboren am 26. Juni 1760 trat er 1782 in die Armee ein, machte 1788 den Türkenkrieg mit, wurde in demselben Jahre Oberst- lieutnant und erhielt 1790 für seine Heldentaten bei der Belagerung von Czettin das Ritterkreuz des Maria Theresienordens. Dann kämpfte er 1792—97 in den Kriegen gegen die französische Revo- lutionsarmee, wurde 1794 Generalmajor. 1799 als Feldmarschall- Lieutnant bei der Armee Melas in Italien entschied er durch seinen persönlichen Einsatz die Schlacht an der Trebbia. 1800 kämpft er bei der österreichischen Armee in Deutschland und deckte den Rück- zug der Oesterreicher, wofür er 1801 das Eroßkreuz des Maria-The- resien-Ordens erhielt. Im Kriege 1905 führte er in der Schlacht bei Austerlitz den Oberbefehl über die Kavallerie und unterzeichnete darauf für Oesterreich den Wafsenstillstandsvertrag. Dann erhielt er das Kommando von Nieder-Oesterreich und wurde Stadtkomman- dant von Wien. Der Krieg von 1809 rief den Fürsten erneut ins Feld und die Schlacht bei Aspern gehört zum Höhepunkt der militärischen Laufbahn des Fürsten. Auch in der Schlacht von Wagram nahm er rühmlichen Anteil und als Erzherzog Karl dann den Ober- befehl niederlegte, wurde Fürst Johannes unter Ernennung zum Feldmarschall sein Nachfolger. Als solcher hatte er den Frieden von Znaim mit Napoleon abzuschließen. Damit war des Fürsten Armeedienst zu Ende, denn seine Gesundheit war durch die vielen Feldzüge sehr geschwächt. Zum Beweise, wie Fürst Johann seine persönliche Tapferkeit bei den Schlachten in die Wagschale warf und durch sein Beispiel die Soldaten anfeuerte, sei erwähnt, daß ihm allein in der Schlacht bei Aspern fünf Pferde unter dem Leibe weggeschossen wurden. Fürst Johann hatte bei verschiedenen Gelegenheiten mit Kaiser Napoleon verhandelt, der ihm große Hochachtung entgegenbrachte. Als unter dem Protektorate Napoleons der Rheinbund errichtet wurde, ließ er das Fürstentum Liechtenstein im Gegensatz zu den andereil deutschen Kleinstaaten, die mediatisiert wurden, bestehen und in den Bund aufnehmen. Dadurch wurde der Fürst von Liech- tenstein souveräner Monarch (12. Juli 1806) und das Fürstentum 5 .
        

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