— 50 — Fürst Karl I. Hartmann II. ältester Sohn ist Fürst Karl I. Er wurde 1569 geboren und ihm verdankt das Geschlecht die Er- hebung in den erblichen Fllrstenstand und die grosze Vermehrung des Besitzes. Nach einem Studienaufenthalt in Genf und einer längeren Reise trat er in die Dienste des Kaisers. 1596 vermählte er sich mit Anna Maria von Voscovitz, die ihm die Herrschaften Cernahora und Auszee mit in die Ehe brachte. 1599 ist er Oberst- landrichter in Mähren, 1600 Verwalter des Hofmeisteramtes bei Kaiser Rudolf II. in Prag, 1604 Landeshauptmann in Mcihrcn, 1606 Obersthofmeister. Sein wichtigstes Amt war die Statthalter- schaft in Böhmen von 1620 bis zu seinem Tode 1627. In dieser Eigenschaft hatte er die böhmische Rebellion, die zum 30jährigen Kriege geführt hatte, zu liquidieren. An Ehren wurden ihm zuteil: 1603 das ungarische Indigenat (Landstandschaft und Recht zur Er- werbung von Grundbesitz), 1606 der Titel „Hoch- und Wohlgeboren" für ihn und den Erstgeborenen, 1607 das Palatinatsdiplom (Recht der Münzprägung, Notare, Doktoren etc. zu ernennen, Namen von Städten und Ortschaften zu verändern, Schlösser zu erbauen etc.), 21. August 1608 Erhebung in den erblichen Fürstenstand (Urkunde vom 20. Dezember 1608), 1612 wurde ihm und dem Erstgeborenen seiner Nachkommen die erste Stelle im Herrenstande von Nieder- Oesterreich und Mähren zuerkannt, 1613 wurde ihm das Fürstentum Troppau mit Sitz und Stimme im schlesischen Fürstentag verliehen und 1623 das Herzogtum Jägerndorf. Außerdem kaufte er die Herrschaften Mährisch-Trübau und Hohenstadt, Mährisch-Schönberg, Eoldenstein, Eisenberg, Schwarz-Kosteletz bei Prag. Fürst Maximilian I., geb. am 6. November 1578. Wie sein Bruder Fürst Karl in politischer Hinsicht, so erwarb sich Fürst Maximilian Ehre im Kriegsdienst. 1608 ist er oberster Feldzeug- meister und im 30jährigen Krieg diente er auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen. Von 1638 bis zu seinem Tode 1643 ist er als Feldmarschall Kommandant der Erenzfestung Raab in Ungarn, die damals an das türkische Gebiet grenzte. 1623 wurde er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Eundacker in den erblichen Fürsten- stand erhoben. Fürst Maximilian I. vermählte sich 1597 mit Katha- rina von Boscovitz, einer Schwester de? Gemahlin seines Bruders, die ihm die Herrschaften Butschowitz und Posorschitz in Mähren einbrachte. Die Ehe blieb kinderlos. 1633 gründete Fürst Maximilian
        

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