— 120 — 49. Auszug. Chur, 1275 Juli 6. Heinrich von Schaan, Erzdikon unter der Landquart, bezeugt mit andern Walther's IV. von Vaz Schenkung an die Kirche Chur für den Fall seines kinderlosen Absterbens. . . . Presentibus testibus videlicet . . . dno. Ii e n r i c o de s h a ii archidiacono sub langaro . . .1 Original im Bischöflichen Archiv Chur. Perg. 25,7/26,5 X 14,5 cm. Es gibt 3 Vazer-Urkunden, die unter dem obigen Datum ausgestellt sind: 1. die Vorliegende. 2. »Quoniam ut« von Walther von Vaz. 3. »Quoniam ut« von Bischof Conrad an Walther, welch letztere aber nicht mehr im Original vorhanden ist. 1. und 2., sowie ein Fragment sind von derselben Hand ge- schrieben, nämlich vom Churer Schriftreformer Riverius. Auffallend ist die exak- te, klare, gepflegte Schrift, die hier geübt wird. Sie sticht zu Früherem und Spä- terem angenehm ab. Vorlinierung und Beränderung durch leichte Eingravierung noch ersichtlich. Unten Bug, woran die drei Siegel hingen. Das Mittlere, von St. Johann zu Feldkirch ist verloren. Links ist das runde Siegel des Domkapitels von Chur. Thronende Madonna mit Kind in der Rechten und Palme in der Linken. Mutter und Kind haben Heiligenscheine. Legende: »f (STELLA (mari)S MA- TRONA CVRIEN«. Rechts Siegel des Walther von Vaz. In Sternenfeld von Vazischcr Wappenschild samt Helmzierde mit den zwei Schwanenhälsen. Um- schrift: »S. WALTHERI. DE. VAZ.« —- A tergo s. XV.: »Ex parte anniuersarii Waltheri de Vatz. Sub Episcopo Cuonrado ordinat. MCClxxv. Qui donauit Epis- copo in speciali Dein. Capitulo in speciali plura et multa bona annui / census cum Castris pluribus et alys injuste per se ac suos Ecclesie abstractis / a. A. 76«. Mit Bleistift, die neuzeitliche Signatur: »No. 16«. Druck. Mohr, Cod. dipl. I. No. 278. Literatur. J. G. Mayer, Geschichte des Bistums Chur (1907) I. S. 251. J. Simonett, Geschichte der Freiherren von Vaz. J. B. Büchel, Geschichte der Pfarrei Schaan, Jahrbuch des Hist. Vereins für das Fürstentum Liechtenstein 27 (1927), S. 26. 1 In einer Urkunde im Bischöflichen Archiv Chur vom 6. April 1288 erscheint als Zeuge ein »H. de Mazzingen archidyaconus sub langario«, der zu den »Canonicj Ecclesie Curiensis« zählt. Das Cartular von Bendern in dem- selben Archiv liest »Matzingen«.
        

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