— 105 — U e bersetz.ung Bruder Heinrich, Predigerordens, von Gottes Gnaden Erwähl- ter zu Chur, den geliebten Söhnen in Christo dem Propst Johann und dem Konvent von St. Luzi Gruss in väterlicher Liebe! Da wir aus der Schuldigkeit unseres Amtes gehalten sind, alle der Küm- mernis Ausgelieferten mit der Rechtswohltat der Versorgung zu begünstigen, vorab wenn sie durch das Ordensband zum Dienste Christi verpflichtet sind, wollen und müssen wir ihnen nach unserem Können in ihren Nöten barmherzig und wirkungsvoll zu Hilfe kom- men. Deshalb, geliebteste Brüder, haben wir den Mangel Eueres Hauses und die Dürftigkeit Euerer armen Gott in der Drangsal des Hungers und im Elend dienenden Schwestern zu St. Hilarius, also in Erwägung gezogen: Euere Bitten sind schon früher von unseren Vorgängern gebilligt worden. Wir lassen uns darauf ein, ihrem Pfad zu folgen. Mit Rat und Zustimmung unseres Domkapitels und aus Ehrfurcht zu unserem Patron dem seligen Luzius, gewähren wir Euch freigebig die Kirche B e n d e r n mit allen zu ihr gehören- den Rechten zu behalten. Man weiss ja, dass ihr Palronatsrecht Euerem Kloster gehört. Ihr sollt ihr zur gebührenden Besorgung im Geistlichen wie im Weltlichen jemanden aus Euerer Mitte oder einen geeigneten Weltpriester, wenn Euch gefällig auf Zeit hin, vorsetzen können. Nach Anweisung eines ordentlichen Lohnes sollen die übrigen Einkünfte zur Wiedererhebung Eueres Konvents aus der Armut und zum Gebrauch Eueres Klosters verwendet werden, und zwar unter Wahrung jeglichen bischöflichen Rechtes auf die besagte Kirche, das uns und unseren Nachfolgern vorbehalten bleibt. Zeugen dieser Vergünstigung und Gnade sind folgende: B(urkart), Propst und Kantor, Her(mann) von 'Sax, Siegfried von Juvalt, Maister Ulrich von Montfort7, Jakob und Walt(er) von Neuburg8, Walther von Schlans, Schreiber Eberhard9, alle.Domherren zu Chur. Gegeben im Jahre des Herrn 1251, am 13. Dezember, in der 19. römischen Zinszahl. Dass Niemand gegen diese unsere Vergünsti- gung vorgehen und die oben gesagte Kirche in Zukunft belästigen könne, lassen wir diese Seite durch unser und unseres Kapitels Siegel bekräftigen. Original im Bischöfl. Archiv Chur. Perg. von 22 / 23 cm Breite und 11,1 / 11,6 cm Hohe. Vorlinierung nicht ersichtlich. Vom Churer Kanoniker Eber- hardus scriba in früher gotischer Geschäftsschrift geschrieben. Unten Bug. Daran
        

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