— 90 — Friedens zu vollbringen, ist unsere weitere Aufgabe. Wir sind für dieses Friedenswerk gerüstet, da wir durch die Pflege des Rechten und der Gerechtigkeit, durch die Ausbildung, die uns unsere Schulen vermitteln, durch die sozialen Einrichtungen des Staates, durch die Teilnahme jedes Einzelnen am öffentlichen Leben und durch die wirtschaftliche Erschließung des ganzen Landes alle Voraussetzungen dafür zur Verfügung haben. Als Fürst dieses Landes werde ich darüber wachen, daß diese Grundsätze unserer Geschichte stets hochgehalten und befolgt werden, und ich bin sicher, daß jeder Liechtensteiner mir auf diesem Wege aus Liebe zu unserer schönen Heimt folgen wird. Wenn wir so alle unsere Pflicht erfüllen, werden auch wir einst unseren Vor- fahren sagen können, daß wir ihre Arbeit nach besten Kräften fort- gesetzt haben und auch wir können, wie sie, unseren Nachkommen ein freies glückliches Erbe hinterlassen — unser Liechtenstein. Diese Worte des Landesfürsten machten starken Eindruck und fanden begeisterte Aufnahme. Telegraphische und briefliche Kundgebungen gingen aus Anlaß der Sechshundertjahrfeier Seiner Durchlaucht dem Landesfürsten, der fürstlichen Regierung und unserem Vereine in großer Zahl zu, die alle in unserem Vereinsarchive aufbewahrt werden. Die be- deutendste dieser Kundgebungen war wohl jene des Schweizerischen Bundesrates. Möge es unserem Lande beschieden sein, die Eigenstaatlichkeit in Verbindung mit dem hochfürstlichen Hause, die durch den Vertrag vom 3. Mai 1342 eingeleitet wurde, durch die kommenden Jahr- hunderte zu bewahren und zum Wohl seiner Bewohner zu pflegen. Von den andern Aufgaben, die unser Verein auch im Berichts- jahre sich gestellt hatte, kommt besondere Bedeutung der Bear- beitung eines Liechtensteinischen Urkundenbuches zu, mit dessen Drucklegung wir im vorliegenden Bande des Jahrbuches beginnen. Es ist uns vor etwa 2 Jahren bekannt geworden, daß die Urkunden-
        

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