— 37 — Herrschaft vernehmen und erfahren würdet, dieselben Jhro Gnaden oder dero Vogt bei Tag und Nacht anzeigen, Bescheid, Antwort und Befehl darüber erwarten. Wenn Ihr aber Sorge habet, dasz dieselben aus- und abtreten wollten, dann dieselben gesanglich an- nehmen und in das Schloß Vaduz wohl verwahrt überantworten, dergleichen alle anderen ungebührlichen Sachen und Handlungen, die zu strafen sind und große und kleine Frevel aufhaben und tragen, nach denen Ihr Euer getreu fleißig Aufmerken habet sollet, am ersten Tag Zeitgerichts, wenn es anders so lange zeit und Verzug haben und erleiden mag, anzeigen, und insonderheit auch Witwen und Waisen vor Gewalt und Unrecht schützen und beschirmen, vor- nehmlich aber Eueren Stab und das Recht aufrecht und redlich führen, den Armen wie den Reichen, dem Fremden wie dem Hei- mischen und darin nicht ansehen weder Mut, Gab, Gunst, Furcht. Freundschaft noch Feindschaft, sonder dermaßen richten, daß Ihr hier in der Zeit des Lebens hochgedachtem unserem gnädigen Herrn, und am letzten Ende und jüngsten Gerichte Gott dem Allmächtigen wisset Antwort zu geben. Auch in allen Urteilen und Räten ver- schwiegen und behalten sein bis in Eueren Tod und letztes Ende, oder so lange und dieweil bis solches dem Richter und Urteilsprecher rechtens zu eröffnen gebührt. Und besonders auch dem Rechten jeder- zeit und Weile gehorsam und gewärtig sein, auch sonst alles das- jenige handeln und tun, was ein jeder getreue Amtmann und Rechtsprecher seinem Herrn und derselben Landschaft von Rechts und Billigkeit wegen zu tun schuldig und verbunden ist. Und Jedes bei guten Treuen und ohne alle Gefährde. Judex Ammann Hans Negelin Richter und Urteilssprecher Ammann Thoma Walser, Georg Pllrckhlin, Thoman Leger Ammann Yntel Paulle Müller Adam Nutt Christian Eanzmann Heinrich Walser
        

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