— 64 — Uebersetzung Heinrich von Gottes Gnaden Kaiser der Römer und immer- währender Mehrer des Reiches. Wir zweifeln nicht daran, dass es uns zu einem glücklichen Leben hienieden und zum Lohn in der Ewigkeit gereichen wird, wenn wir den Kirchen und Ordensmännern unser Herz in Erbarmen eröffnen und ihnen unsere schenkende Hand freigebig entgegenreichen. Nach wohlgetaner Ueberlegung wollen wir allen Getreuen unseres Reiches gegenwärtiger Zeit, so- wie ihren Nachfahren, zur Kenntnis bringen, dass Ruodeger von Limpach vor uns die Kirche zu Bendern in unsere Hand resignierte, und zwar unter der Bedingung, dass wir sie dem Gotteshaus St. Luzi übergeben. Auf Bitten der Brüder des seligen Luzius und in der Hoffnung auf ewige Vergeltung haben wir sie vor Reliquien des lebensspendenden Kreuzes zu Gottes Ehre mit allem Zubehör frei- gebig der Kirche des seligen Luzius übertragen, und zwar so, dass die Brüder obbenarinten Ortes jene Kirche haben und immerdar behalten und besitzen sollen. Wir bestimmen daher und schreiben durch kaiserliches Edikt in aller Strenge vor, dass weder eine hoch- gestellte, noch eine niedrige, weder eine geistliche, noch eine weltliche Persönlichkeit, sich unterstehe, gegen unsere freigebige Schenkung vorzugehen oder sie in frecher Weise zu verletzen. Wer sich anmassen würde das zu tun, der zweifle nicht daran, dass ihn zur Vergeltung seiner Frechheit die schwere Rache des ewigen Richters und unserer Majestät ereilen wird. Zeugen dieser Schen- kung sind: Otto, Bischof von Bamberg; Uolschalcus, Bischof von Augsburg; Sigeloh, Kanzler des kaiserlichen Hofes; Konrad, Herzog der Schwaben; Philipp, unser Bruder; Graf Friedrich von Zollern; Graf Bertold von Zollern; Graf Ulrich von Berge; Rudolf von Sagens (3); Rudolf von Vaz; Heinrich von Vaz; Heinrich von Aspermont; Konrad von Masein; Ulrich von Juvalt und mehrere Andere. Geschehen ist dies im Jahre der Menschwerdung des Herrn 1194 in der 12. Indiktion zu Chur am 22. Mai. Original im Bischöflicfhen Archiv Chur. Perg. 19,4/19,8 X 23/24 cm. Hier braucht der König, im Gegensatz zur alten Tradition, nur noch ein kleines Pergament, ähnlich wie wir es zwischen 1191 und 1196 beim Herzog von Schwaben antreffen. Keine Vorlinierung sichtbar. Unten umgefaltet zwecks
        

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