— 14 — mit mefjr fränJtidjen (Etnflüffen. So ftnb bte älteften (Eljurer Ur= funben geidjrieben. (Einige bei überlieferten Stütfe t)aben ftart abgefürste gorm, bte an italienifdje 3mbreoiaturen unb an bie aus itjnen erroachjenen STotartatsprotofolle erinnert (Durrer, (Ein gunb rätiidjer Brioaturfunben aus farolingtfdjer 3eit). Alle biefe Urfunben finb formell rätifdje Urfunben mit Sdjretber=, nidjt aber mit Äanjleroermerfen. Die jüngere tfjurrätifdje 9Jiinusfel münbet bann um etroa S30 in bie farolingtfcfje SJiinusfel ein, bie fid) in iljren Ausläufern bis 511m Beginn bes 13. 3af)rfjunberts ertjalten t)at. Das ältefte cf)urertfcf)e Jiecrologium aus bem 12. Saljrtjunbert roeift nod) biefen Inpus auf. 3m ©eidjmacf ber fpäteften tarolingifdjen läJiinusfel ift aud) unfere Urfunbe oon 1220 gefdjrieben, bie oon St. Cusi ausgeftellt ift. Die SBudjftaben ftnb aber ftfjon länglid) unb toeifen in (Ein5el= tjeiten bie gotiferjen Hierfmale auf. Sie ift oon ber gleidjen $anb gefdjrieben, rote eine anbere Urfunbe gleidjen Safjres, bie an St. Cuji abrefjtcrt ift. (Einen äfjnlicfjen ardjaiftifdjen Ductus roeift nod) unfere bticfjöflicfje Urfunbe oom 21. 8. 1231 auf, ift aber oon anberer §anb gefdjrieben. 9Jtit ber Urfunbe oon St. Cu^i oom 31. 4. 1249 fommen toir mitten in bie gotijtfje Äurfioe. Diefe Urfunbe roirft flütfjtig, un= regelmäf3ig, fjat feine gerabe Cinienfüljrung, eine Äorreftur unb oiele Slbfüräungen. Die 23ud)ftaben finb entfd)ieben gebrochen, in ben Unterlängen gerne naefj linfs (i, j, n, m, q, f, g, t)), oben gerne nad) redjts (f, f, b, lj, 0 gebogen, bistoeilen gefd)toeift. 3ns Auge fted)en aud) jofort Die gefrümmten roaagredjten Striche. Sie ift gefdjrieben 
OOU «inugister Hainricus plebanus in SeniHuii>; Unb ftellt fomit einen Sonberfall im (Etjurer Scriptorium bar. 9iegel= mäßiger roirft roieber bie biidjö'flidje Urfunbe oom 13. 12. 1251. HJiit it)r fomnieh roir in bie geroöfjnlidje gotifdje Äurfioe. (Es seidjnet fie 
ein «Eherhart scriba canonicus Curiensis». SBieber eine anbere fdjnörfelfjaftere gotifdje Äurfioe jeigt bie Urfunbe oom 8. 2. 1258, geseidjnet oon «Rvdolfo scriba». Auffallenb finb bie oon ben Sdjlufc budjftaben ber SBorte ausgefjenben langen nad) linfs gezogenen Sdjleifen unter 
ber Seile. Stfjon roieber oon einem anbern Sdjreiber ift bas jroar aud) furftoe Stüd oom 24. 9. 1266 mit teidjt nad) oom geneigter fleiner aber fdjarfer, roenn aud) nidjt befonbers
        

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