— 13 — in Kraft war, also zur Zeit der Grafen von Sulz und vielleicht auch schon zur Zeit der Freiherren von Brandis. Aus einer „Landsöffnung" aus der Regierungszeit des Für- sten Josef Alois (1781^1805) ergibt sich, das; gleiche Bestimmungen mit einigen Aenderungen und Ergänzungen bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts, wahrscheinlich aber bis zum Ende der Land- ammannverfassung (1808) in Geltung wuren und bei den Land- ammannbesatzungen verlesen wurden. Diese Landsöffnungen waren gleich für das Oberland und für das Unterland, mit Ausnahme jener Stellen der späteren Landsöffnungen, die besondere örtliche Verhältnisse betrafen, wie z. B. Bau und Unterhalt von Straszen und dgl. Die „Oeffnung" von 1614 ist eine gut erhaltene Papierurkunde, halbbrüchig in guter Schrift geschrieben und wird nachstehend voll- inhaltlich wiedergegeben, wobei die verhältnismäßig klare Satz- stellung der Urschrift so gut als möglich beibehalten, die Recht- schreibung aber der heutigen angepaßt wird, letzteres mit Aus- nahme der Orts- und Personennamen, die nach der Urschrift wieder- gegeben sind. Artikel und Gebot jährlich bei der Amtsbesetzung den Untertanen vorzulesen. Der Hochwohlgeborene Herr Herr Caspar Graf zu Hochen Embß, Eallara und Vaduz, Herr zu Schellenberg, Thorenbeuren, und des Reichshofs Lustnaw, Pfandherr zu Neuenburg, Frst. Dcht. Erzherzog Maximilians zu Oesterreich x Rat, Kammerer und Vogt beider Herrschaften Bludenz und Sonnenberg x unser gnädiger Herr, als euere von Gott geordnete und vorgesetzte Obrigkeit, läßt miinniglich gebieten! Erstens. Weil eine jede gute Polizei (zur Verhütung des Bösen) Friede und Tröstung von Nöten hat, damit je einer bei dem anderen ruhig verbleiben möge, so wollen, setzen und ordnen Jhro Gnaden hochgedacht unser gnädiger Herr, daß solcher Friede und Tröstung, wie von alters her. unverbrüchlich gehalten und die llebertreter hiernach folgender Gestalt gestraft werden sollen.
        

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