— 88 — und der späteren Eisenzeit oder La lene zugehörig sind, der Zeit der schönen Funde von Eutenberg, Lutzengütle, Borscht usw. Unsere Sammlung besitzt die gleiche Spiralscheibe vom Lutzengütle von den Grabung 1916. Diese Schmuckart ist Allgemeingut der kelti- schen, zeitgemäßen Kultur, wenn auch nicht häufig (Mitteilungen C. Keller-Tarnuzzer). Für die sog. Sanguisugasibeln und die zwei Zierglieder fehlen in der Gegend die Parallelen. Bemerkenswert ist schon in der Ausführung Jenny's der Hinweis auf die Funde im Tessin. Zum bildlichen Vergleich ist ein Grab aus Castaneda bei- gefügt aus dem Jahresbericht der schweiz. Gesellschaft für Ur- geschichte, 1930, Tafel V. 2, deren Widergabe uns Herr Keller- Tarnuzzer freundlich vermittelte. Die Art der Sanguisuga (Blut- egel) ist dort heimisch und häufig, und es mutet uns an wie ein Stück alte, prähistorische Sehnsucht nach dem Süden, wenn wir sie plötzlich am Eschnerberg wiederfinden. Der alte Zug den Rhein auf- wärts über die Alpen ist damit jedenfalls bodenkundlich belegt auch für unsern prähistorischen Eschnerberger. Die Lichtbilder der Gegenstände beider Fundstellen verdanke ich dem Entgegenkommen des Herrn Konservator Hild, der die Funde in seiner Sammlung in Bregenz betreut und damit seinen Schellenberg nicht vergißt. Ich darf die Absicht dieser kleinen Darstellung in unserem Jahr- buch wiederholen, Verantwortungsgefühl zu wecken für die wert- vollen Reste der Kultur der Vorzeit, damit sie uns sagen können, was sie uns sagen sollten.
        

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