— 85 — Antiquariat Sagmeister in Bregenz. Durch wen das Fundgüt an Sagmeister gekommen, ist nicht abgeklärt. (Mus.-Bericht 1883, VII.). In der Jahresrechnung für 1883 steht unter Ausgaben der Betrag von „146.— fl. für Altertümer" und hierin müssen auch die Halden- funde eingeschlossen sein, weil das Jahr vorher und nachher nur unbedeutende Beträge für diesen Zweck verausgabt wurden. Jenny hat nach dem Fund mit 4 Arbeitern längere Zeit am Fundort ge- graben, ohne abklären zu können. Sein Bericht (Mus.-Bericht 1885, S. 8 ff.) gibt wesentlich eine eingehende Beschreibung der Gegen- stände und den Hinweis auf den Zusammenhang mit den Tessiner- funden, nimmt aber auch hier einen Grabfund an, trotzdem er keine Spuren für ein Grab vorfand und sonderbarerweise auch von den Findern nichts berichten lägt. Auch Schiidler macht keine Angaben hierüber. Was heute noch aufzubringen ist, sind wenige spärliche Erinnerungen alter Leute über den Fund und das nachträgliche Graben, die aber nur ganz allgemeiner Art sind. Der Fund umfaßt 6 Gegenstände: 2 Fibeln, 1 Armreif, 1 Zierscheibe und 2 Schmuck- glieder mit Kettchen. Es folgen auch hier die genaueren Maße nach Jenny: Fibel 10,2 cm lang, wiegt 74,8 Gramm; Fibel 9,0 cm lang, wiegt 76,5 Gramm; Armreif 5,2 cm Durchm. im Licht, wiegt 20,5 Gramm, aus dünnem Blech; Zierscheibe 10,0 cm Durchmesser, wiegt 213,8 Gramm, als Spirale gewunden; Schmuckglieder wiegen 127,3 und 121,3 Gramm. Die Gegenstände scheinen alle miteinander durch Zufall und örtlich an einer Stelle beieinander gefunden worden zu sein. Die Fundstelle ist im Bericht Jenny's, wenn auch nicht sehr genau, be- zeichnet und ebenso auch in der Erinnerung alter Leute erhalten. Bei eingehender Besichtigung der Fundgegend kann mit aller Wahr- scheinlichkeit die Stelle der Grabung noch erkannt werden. Sie liegt am südlichen Abschluß der Felswand unter dem Christbühl, wo die Hangschutthalde am Felsen ansetzt und der Fels noch einzig eine alte Verwitterungsoberfläche zeigt. Die ganze S N laufende und gegen W/ stehende Felswand ist ca. 100 m lang und ca. 20 m hoch. Sie bildet den alten Steinbruch der Gemeinde Eamprin, wird aber
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.