^ 11 — 1. In vorgeschichtlicher Zeit. Aus den für die vorgeschichtliche Zeit des Gebietes der heutigen Schweiz und unseres Landes grundlegenden wertvollen Forschungen des Pros. Dr. h. c. Emil Bächler in St. Gallen, insbesondere aus dessen Werk „Das alpine Paläolithikum der 
Schweiz"') wissen wir, daß die Gegend längs des heutigen Rheintales vom Bodensee auf- wärts schon in der letzten Zwischeneiszeit (Riß-Würm Jnterglazial) von Menschen besiedelt war. Solche Sied- lungen wurden durch Dr. Vächler nachgewiesen! im Wildkirchli, 1477 bis 1500 m ü. 
M., im Drachenloch oberhalb 
Vättis, 2445 m ü. M. und im Wildenmannlisloch in den 
Churfirsten 1628 m ü. M. Es 
handelte sich dabei ausschließlich um besiedelt gewesene, natürliche Höhlen. Was für einer Rasse jene Menschen 
angehörten, ist nicht bekannt. 
Dagegen ist sicher, daß 
es sich um Jäger handelte, die besonders den Höhlenbären jagten, eine viel größere Bärenart, als sie im braunen Bären der Gegenwart noch im vorletzten Jahr- hundert in unserer Gegend und heute noch in verschiedenen Gegen- den Europas usw. 
vorhanden ist. Jene llrzeitmenschen bedienten sich noch sehr primitiver Werkzeuge aus Stein, aber 
auch solcher aus Tierknochen, welche letzteren durchwegs der Höhlenbär lieferte"). Ueber die Besiedlung des Gebietes unseres heutigen engeren Vaterlandes in der vor- und frllhgeschichtlichen Zeit haben die Forschungen und Grabungen, die 
der historische Verein für das Fürstentum Liechtenstein durchgeführt hat, wertvolle Aufschlüsse gebracht, wenn 
auch diese Grabungen z. V. auf dem Schellenberg nur Anfangsarbeiten darstellen und in ihrer künftigen Fortsetzung noch 
wichtige Ergebnisse zeitigen dürften. Die 
wesentlichsten Er- gebnisse dieser Forschungen seien in den hier und in den weiter unten folgenden Ausführungen kurz festgehalten. >) Erschienen l!>40 im Verlag Birkhiiuser u. Co.. Basel als 2, Band der Monographien zur Ur- und Frühgeschichte der Schweiz. Emil Bächler ^ Das alpine Paläolithikum der Schweiz. S. 2 >, sowie S, 258 u. ii.
        

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