— 82 — Handen und ob möglicherweise eine weitere Grabanlage gefunden werden könnte. Das Ergebnis der Grabung ist folgendes! Die bauliche Anlage des Anwesens von damals Johann G.eorg Hasler Nr. 29. Flur Eamprin, Auf der Au Nr. 10 und 10a ist in den Fundamenten noch vorhanden. Das Anwesen bestand aus Haus Kat. Nr. 10. Stall Kat. Nr. 10a und südlich am Haus angebaut ein Stickereilokal 7,50/5,00 mit einer Mittelmauer im Fun- dament als Stützmauer für die Bodenlager, da zwei schwere Stick- maschinen im Raum untergebracht waren. Der Boden über dem Fundament wurde nach der Zerstörung des Anwesens beim Rhein- einbruch 1927 mit Bauschutt, Kies und etwas Humus überdeckt und etwas ausgeebnet und dient heute zum größeren Teil als Wiese, zum kleineren Teil als Krautgarten. Bei der Fundamentlegung der Stickerei wurde das überbaute Gelände zum größeren Teil bis auf den Fels abgetragen und der so geschaffene Raum unter dem Stickereiboden als Ablageraum benutzt. Damit war eine Fläche von rund 40 m- durchgearbeitet. Irgendwelche Spuren von Gräbern oder Gegenständen wurden bei diesem Aushub nach Angabe Ferd. Hasler nicht beobachtet, obwohl man besonders nach dem Grabfund sicher darauf aufmerksam geworden wäre. Das Grab lag auf einer kleinen, natürlichen Erhebung in der Talsohle, heute noch ca. 80 cm hoch und bedingt durch.den Verlauf des Erundfels, also zu keiner Zeit in der Gesamtheit eine künstlich geschaffene Anlage. Die Felslinie, die vom sogenannten Stauden- berg gegen Westen unter die Talebene abfällt und heute im „See- lein" ansteht, macht hier ca. 00 m außer dem Fallhang nochmals eine kleine, länglich gezogene Aufwölbung. Die Südseite dieser Erhebung ist vom Rheinwasser kahl gescheuert und heute mit einer ca. 60 cm starken Humusschicht überdeckt. Der Windschatten im Norden ermöglichte eine beträchtliche Lößablagerung, die durch lehmige Konsistenz auch dem späteren Wasserüberfluten standhielt. In diesem Löß war das alte Grab eingebettet und lag 70 cm unter der heutigen Oberfläche auf dem Erundfels auf. Das Fundament entsprach genau den Angaben Ferd. Haslers. Auch fanden sich noch kleinere Knochenreste an der Stelle, die als Grab genauer ange- geben war. Sie lagen im gestörten Grund und vermochten für das Grab nur zu bestätigen, daß den Angaben Haslers Zuverlässigkeit
        

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