75 - Meilen jenseits Schaan. Es bleibt also immerhin eine Lücke von mehreren Meilen übrig. Für die Länge der ganzen Strecke von Chur bis Bregenz, nicht aber für Festsetzung der Stationen Clunia und Magia, ließe sich dadurch helfen, daß man die Zahl V in der XVl zwischen Magia und Curia in X verwandelte. Trotz der an- geführten Schwierigkeiten halten wir Schaan unbedingt für das alte Magia. Zu dieser Annahme ermuntert der Umstand, daß nach Kaiser's Geschichte des Fürstentums Liechtenstein (S. 158) sich ein königlicher Hof und eine königliche Herberge hier befand. Von Maienfeld, das man wegen einiger Namensähnlichkeit oft für Magia angab, darf darum abgesehen werden, weil sein älterer Name Lupinum war, und nach der Versicherung der Bewohner des Städtchens und seiner Umgebung hier nie die geringste Spur von altem Mauerwerk oder römischem Gerät gesunden wurde. Die nähere Kenntnis der Festung zu Schaan, so wie das auf Taf. I. Fig. 7 mitgeteilte Plänchen verdanken wir den Bemühungen und der Freundlichkeit des Herrn Paul Jmmler zu St. Gallen. Das Castell hat, die an den Ecken vortretenden Türme nicht gerechnet, der Straße entlang eine Länge von 175' und ein Breite von 216'. Von den 12' dicken Umfassungsmauern, die mit acht vier- eckigen Türmen verstärkt waren, hat sich nur ein Teil bis zur Höhe von 3 — 4' über den Boden erhalten. Der westliche Teil des Castells ist gänzlich abgetragen und der Boden mit Häusern besetzt. Auf der Ostseite nimmt die alte St. Peterskirche einen Teil des Raumes ein, der andere noch unausgegrabene Teil ist mit Weinreben be- pflanzt. Die Jnnenseie des Castells war durch 6' dicke Quermauern in drei Abschnitte geteilt. In dem westlichen befand sich die Zisterne. Im Mittelraume entdeckte man aus römischen dachförmig aufge- stellten Ziegeln errichtete Gräber: an einer andern Stelle des Castells 6 — 8 Mühlsteine. Die Bekleidung der Mauern ist überall abgebrochen und zum Bau von Häusern verwendet worden. Bon einem Graben längs der Mauer ist keine Spur zu entdecken. An der Westseite des Castells führte die römische Straße vorbei. In mehreren Schriften, neuestens wieder in dem Rechenschafts- bericht des Museumsvereins von Bregenz, Jahrg. 1861, wird die
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.