— 63 — Vaduz anwies und ihnen 
auch seine Besitzungen am Eschnerberg versetzte'). 1412 übergibt 
Bischos Hartmann seinem Stiefbruder Wolfhart von Brandis 
und dessen Sohn Wölflin die 
beiden Festen Sonnen- berg und Blumenegg mit 
allem Zugehör für so lange, als der Bischof lebt. Nach des letzteren 
Tode soll Blumenegg 
mit Zugehör und die Vogtei St. Eerold 
den Freiherren von Brandis als Erben zufallen. Wenn aber 
die Freiherren von Brandis vor 
dem Bischof sterben sollten, so fallen Sonnenberg und Blumenegg dem 
Dom- propst Grafen Rudolf von Sargans zu. Stirbt aber 
der Dompropst vor dem Bischof, so fallen die Grafschaften wieder an den Bischof zurück. Nach 
des Bischofs Tode soll Sonnenberg an die von Sargans, Blumenegg aber die von Brandts fallen-). Seinen Anteil am Eschnerberg 
verkaufte Bischof Hartmann im Jahre 1416 
an seinen Stiefbruder Wolfhart von Brandts»). Am 6. September 1416 ging er nach einem bewegten Leben und vielseitigem Wirken zur ewigen Ruhe ein. Er war der letzte männliche Sproße der Grafen von 
Werdenberg-Sargans zu Vaduz«). Die Grafschaft Vaduz wurde nun 
als Pfand- schaft von 
den Freiherren von Brandis verwaltet, während sie, wie 
eben gesagt, den Vaduzer Anteil 
am Eschnerberg als 
Eigentum besahen, ebenso Blumenegg^ Der Kaiser Albrecht II. bestätigte 1439 dem Freiherrn 
Wolf- hart III. von Brandis die ihm 
von seinen Vorfahren am Reiche für dessen Herrschaften Vaduz, Schellenberg und Blumenegg er- teilten Freiheiten und Gnaden«). Im gleichen Jahre erhielt Wolfhart von Brandis einen An- teil an 
der Herrschaft Maienfeldd. -) Kaiser-Büchel. S. 22g. 2) Kaiser-Büchel: S. 234. ») Kaiser-Büchel: S. 27g. 4) Kaiser-Büchel: S. 235 und P. Diebolder: Sartmann II. von Werden- berg-Sargans zu Vaduz. Jahrbuch Bd. 37. S. t26. s) Kaiser-Büchel: S. 247 u. 271. «). ?) Kaiser-Büchel: S. 277.
        

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