— 61 — an sich zu lösen. Dies erregte bei den Grafen von Werdenberg und den Schwäbischen Reichsfürsten grosze Besorgnis. Graf Heinrich zu Vaduz hatte seine Grafschaft mit Land und Leuten, wie auch seine Grafschaft im Walgau mit allem Zubehör, das heiht alles, was er von-seinem Vater ererbt hatte, seinem Oheim Rudolf von Feld- kirch für den Fall kinderlosen Ablebens vermacht. Weil aber wegen des Verkaufes der Grafschaft Feldkirch leicht Irrungen entstehen konnten, setzte er 1379 den Grafen Hans von Sargans zum Erben ein, wenn Graf Rudolf von Feldkirch mit Tod abginge'). Im Reiche gab es viele Fehden und Unruhen, und es entstand in dieser Zeit zum gegenseitigen Schutze unter dem Adel die Ritter- gesellschaft vom hl. Georg, der auch Graf Heinrich beigetreten war. Er befestigte seine Burg zu Vaduz, obwohl 1383 ein allgemeiner Landfriede zu Stande gekommen ward. Graf 
Rudolf IV. von Feldkirch starb 1399. Stadt und Graf- schaft gingen an Oesterreich über Auf die Güter aber, die in dem Kaufvertrage nicht inbegriffen waren, machten die Grafen Hein - richzuVaduz und Heinrich von Werdenberg-Rheinegg Anspruch. Ersterer erhielt dann die Feste Jagdberg und die Güter zu Gallmist zu lebenslänglichem Nutzgemch, ferner als Eigentum die montfortischen Güter und Leute am Eschnerberg und am linken Ufer der Jll, sowie die Vogtei in Vallentschinen usw. 1399 wurde Graf Heinrich von Vaduz durch den Abt des Klosters Einsiedeln auch mit der Vogtei Friesen belehnt. Die jahrliche Vogt- steuer betrug 2V Pfund'). 1386 vermählte sich Graf Heinrich von Vaduz mit der Gräfin Katharina von Werdenberg-Heiligenberg, der Witwe des Grafen Diethelm von Toggenburg. Des Letzteren Sohn Friedrich war noch der einzige männliche Sprohe aus dem Geschlechte der Grasen von Toggenburg. Seiner Gemahlin zu Ehren stiftete Graf Heinrich zu Vaduz den St. Katharinenaltar in der Florinskapelle zu Vaduz«). Wegen der Hinterlassenschaft Graf Heinrichs von Werdenberg erhoben Graf Heinrich zu Vaduz und sein Bruder Bischof Hartmann i). s) Kaiser-Büchel: S. 215. Z) Kaiser-Büchel: S. 217. 218 und 225. 4) Kaiser-Büchel: S. 218.
        

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