— 58 — 12. Graf Hartmann III. von Werdenberg-Sargans zu Vaduz. Nach dem Tode des Grafen 
Ulrich I. von Montfort-Feldkirch, der Vaduz als Leibgeding inne hatte, nahm Graf Hartmann, wie schon erwähnt, mit seiner jugendlichen 
Gemahlin aus der Burg Vaduz seinen Sitz und verlebte 
hier seine letzten Lebensjahre, die einen ziemlich ruhigen Verlauf nahmen'). Die Burg Vaduz dürfte in ihrem älteren Teil etwa 
um 1300 erbaut 
worden sein. Wie wir weiter oben gesehen haben, 
wurde sie 1322 verpfändet. 
Damals bestand offenbar nebst dem sog. Heiden- turm, dem Bergfried, hauptsächlich der Südbau, ohne die Rondelle. Zubauten erfolgten dann 
im 15., 16. und 17. Jahrhundert-). Gemeinschaftlich mit Graf 
Rudolf III. von Montfort-Feldkirch versprach Graf Hartmann dem Markgrafen Karl von Mähren, dem späteren Kaiser Karl IV., mit 24 Helmen 
und 200 Mann zu Fuß zu helfen, um Karls Bruder Heinrich gegenüber Ludwig dem Bayer wieder in 
den Besitz von Tirol 
zu setzen. Hartmann und Rudolf sollten ihre Truppen über den Arlberg dem Verbündeten zuführen. Doch kam der. Feldzug nicht zustande'). Ein Streits den Graf 
Hartmann III. 1343 mit dem Grafen Ulrich von Montfort-Feldkirch wegen 
einer Zollstätte bei Stuben im Klostertale hatte, wurde durch ein Schiedsgericht zu Gunsten des Grafen Hartmann entschieden"). Am 17. März 1348 verkaufte er an den Grafen Friedrich von Toggenburg seine Lehen und Rechte im Prättigau, die von den Aspermont auf ihn 
gekommen sind. Wahrscheinlich waren es finan- zielle Sorgen, die ihn 
zu diesem Verkaufe veranlasztend. Als Herzog Albrecht von 
Oesterreich 1351 gegen Zürich zog. waren aus seiner Seite 
auch Gras Hartmann mit seinem Sohne Rudolf und seinem Bruder Graf 
Rudolf IV. von Sargans. Das gleiche war bei der Belagerung Zürichs 
von 1352 der Fall«). ') Paul Diebolder: Gras Hartmann IN. Jahrbuch Bd. 39. S. 51. 2) Vgl. Egon Rbeinberger: Burg Vaduz. Jahrbuch Bd. 4. S. 145 u. sf. -) Diebolder: Gras Hartmannlll. Jahrbuch Bd. 39. S. 52 und Kaiser- Büchel: S. 205. . . ->) Diebolder: a.a.O.. S. 52 u. s. und Kaiser-Büchel: S. 200. Diebolder: a.a.O.. S. 53 u/ Kaiser-Büchel: S. 200. "1 Diebolder: a.a.O.. S. 54 u. f. und Kaiser-Büchel: S. 200.
        

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