—.51 — gegeben war. Selbst angesehenste Familien waren unter diesen Hörigen oder Leibeigenend. Bei llebergang eines Lehenhofes an einen anderen Eigen- tümer gingen auch die Lehensleute' mit. Kinder 
aus solchen hörigen Familien blieben dem 
gleichen Herrn hörig, dem es die Eltern waren. Wenn die Eltern 
verschiedene Herren hatten, so wurden auch die Kinder in dem Sinne geteilt, daß die 
einen diesem, die anderen jenem zu dienen hatten-). Das Recht 
der Bischofs wähl stand nun dem Domkapitel zu. Nach der Wahl mußten aber die Gewählten 
beim Papste um die Bestätigung einkommend. Das Bistum Chur war 
in sieben Dekanate eingeteilt. In das Dekanat unter der Landquart gehörten 
die Pfarreien Ragaz, Bättis, Maienfeld, Jenins, Triesen, 
Schaan, Eschen, Mauren, Ben- dern, Tisis, Haag, Sax, Erabs, Buchs, Sevelen, Gretschins, Sargans, Mels, Flums, Wallenstadt, Weesen, Kloster Schänis, Kerenzen, St. Eallenkappel, Benken 
und Kloster Pfäfersd. Aus dem Jahre 1328 sind noch die Statuten des Kapitels unter der Landquart erhaltend. Fünf Sechstel aller Pfründen des Bistums wurden vom Bischof oder 
von Klöstern vergeben, 
der Rest von Laien. Von 
den Pfarreien unseres Landes wurde jene von Bendern 
vom Kloster St. Luzi, die von Eschen vom Kloster Pfäfers, die zu Mauren von den Herren von Schellenoerg, dann 
ab 1318 von einem Amann Rudolf in Feldkirch und ab 1382 vom Johanniter-Ordenshaus in Feldkirch. die zu Schaan vom Domkapitel zu Chur, jene 
zu Triesen von den Grafen von Montfort und die zu Balzers 
ab 1303 von den Be- sitzern der Burg 
Eutenberg besetzt«). Die Geistlichen und ihre Güter waren von aller weltlichen Gerichtsbarkeit befreit. 
Der Pfarrkirche gehörte 
der Zehent zuerst vom Getreide (Eroßzehent), dann von 
allen Früchten (Kleinzehent) und der Blutzehent von den 
Kälbern, Füllen, Lämmern 
und Fer- >) Kaiser-Büchel: S. 170. -) Kaiser-Büchel: S. 171 Z) Kaiser-Büchel: S. 176. 4) Kaiser-Büchel: S. 176. 5) Kaiser-Büchel: S. 177. «) Kaiser-Büchel: S. 178.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.