— 43 — Das Geschlecht der Hohenstaufen war mit dem tragischen Tode Konradins 1268 erloschend. Das Herzogtum Schwaben erlosch während des Interregnums-). Zwischen den Vettern 
Rudolf I. von Montfort-Feldkirch und Hugo I. von Werdenberg erhoben sich schwere Fehden, an denen auch andere teilnahmend. Graf Hartmann I. von Sargans war, kaum 40 Jahre alt, vor 1271 gestorben. Seine Söhne 
Rudolf, Hartmann und Hugo waren damals noch minderjährig. Ihr 
Vormund war Graf Hugo I. von Werdenbergd. Hugo I. von Werdenberg überlebte seinen Bruder um mehr als 10 Jahre. Er schloß sich enge an den Grafen 
Rudolf von Habs- burg an, der am 29. September 1273 zum Könige der Deutschen gewählt wurde. 1274 hat dieser König den Grafen Hugo von Wer- denberg zum Landgrafen in Schwaben und Pfleger in Churwalchen an des Königs statt ernannt. Häufig befand sich Graf Hugo l. um die Person des Königs, ebenso Ulrich und Marquard von Schellenberg d. Graf Hugo I. von Werdenberg vergrößerte seine Besitzungen durch den Ankauf der Grafschaft Heiligenberg, welchen Kauf König Rudolf 1277 bestätigte«). Als 
Landgraf in Schwaben verbot Graf Hugo, Eigenleute ihren rechtmäßigen Herren zu entziehen. Durch 
Krieg, Pest und Hungersnot sahen nämlich manche Herren ihre Gebiete entvölkert und zogen unter allerlei Vorwänden Fremde herbei, wodurch viel Streit entstand, dem dieses Verbot vorbeugen sollte. Hugo starb am 7. September 1280d. Von den Söhnen Hartmann I. von Sargans blieb der älteste, Rudolf II. in Sargans und pflanzte sein Geschlecht fort. Hart- mann II. wurde Domherr in Bamberg und Hugo, der jüngste, trat >). 2). z) Kaiser-Bücheli S. 145. «) Kaiser-Büchel i S. 145 und 148. 5) Kaiser-Büchel! S. 146. °) Kaiser-Bllcheli S. 147. ?) Kaiser-Büchel! S. 147.
        

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