— 37 — macht wurde, wobei man allerdings nicht übersehen darf, daß ein Teil der Talebene damals zumindest 
noch stark versumpft, wenn nicht noch Seefläche war. Die Bischöfe von Chur 
waren hinsichtlich der Zahl der Vasallen lange unstreitig die ersten unter den Großen von Rätien'). Die Churer Schirmvogtei finden wir 
im Besitze der mächtigen Grafen von Bregenz, und das Landgericht zu Rankweil lag in deren Grafschaft-). In Unterrätien übte gegen den 
Schluß dieser Periode das Kloster Pfäfers einen wohltätigen Einfluß ausd. 8. Die Zeit der hohenstaufischen Kaiser. (1137^-1250). Auf Churrätien 
übte dieses Kaiserhaus einen großen Einfluß aus, da es auch 
im Besitze des Herzogtums Schwaben war. Nach dem Tode 
Konrad III. 1152 wurde dessen Neffe Friedrich, Herzog von Schwaben, zum Nachfolger des Königs gewählt. Er war damals der hervorragendste der deutschen Fürsten. Das Herzogtum Schwaben übergab er seinem Vetter 
Friedrich IV. d Der 1150 zum Bischof von Chur gewählte hl. Adalgott war bestrebt, christliche Zucht und Sitte zu heben und auch in weltlichen Dingen gut zu wirkend. Das Herzogtum Schwaben kam in der Folgezeit an 
Friedrich V., einen Sohn des deutschen Kaisers. Dieser Herzog wurde durch den Bischof Egino mit der Schirmvogtei über das Hochstift Chur in derselben Weise belehnt, 
wie sie die Grafen von Bregenz und Pfullendorf bisher inne gehabt hatten. 
Die rätischen Alpenpässe kamen so in die Gewalt der Hohenstaufen, und man vermutet wohl mit Recht, daß Herzog 
Friedrich V. in diesem Gebiete Deutsche angesiedelt hatd. d. d. ») Kaiser-Büchel: S. 101 u. f. «) Kaiser-Büchel: S. 105 u. f. s) Kaiser-Büchel: S. 106 u. i. «) Kaiser-Büchel: S. 111 u. s.
        

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