^ 33 — Alemannen. Im oberen 
Rätien scheint zu dieser Zeit die Bevöl- kerung noch 
nahezu unvermischt gewesen 
zu sein'). Aus 
einer Bittschrift des Bischofs Viktor von Chur an König Ludwig 
den Frommen ergibt sich, daß in 
seiner Diözese damals 5 Klöster 
(das Frauenkloster Cazis, die beiden Benediktinerklöster Disentis und Pfäfers, sowie — mit Vorbehalt — St. Luzi und Schanis) und 230 Kirchen bestanden haben. Letztere waren aber nicht alle in Ober- und Unterrätien, sondern zum Teile in dem zur Diözese gehörenden Vintschgau gelegend. In der 
karolingischen Zeit wurde das Bistum aus seiner 500 jährigen Verbindung mit 
Mailand gelöst und dem vom hl. Vonifa- tius um die Mitte des 8. Jahrhundert gegründeten Erzbistum Mainz 
einverleibt. Diese Aenderung geschah zwischen 842 und 84?d. In Schaan muß, und zwar in der Umgebung des heutigen Friedhofes, schon um das ausgehende 6. und das beginnende 7. Jahr- hundert ein 
alemannischer Friedhof bestanden habend. 6. Churrätien zur Zeit der sächsischen Kaiser. (914 — 1024). Seit der Bezwingung der Alemannen 
durch Pipin hatte Ale- mannien keine 
eigenen Herzoge mehr. Erst 916 hat 
Conrad I. dieses Herzogtum wieder hergestellt, und er vereinigte mit demselben auch Churrätien, das durch Karl den Großen in Rücksicht auf seine wichtige Erenzlage zu 
einem Herzogtum oder einer Markgrafschaft erhoben worden war. Von 916 ab gab es daher keine eigenen Herzoge mehr in Churrätiend. Bis 
980 sind die Herzoge von Alemannien auch Grafen in Churrätien gewesen, und 
zwar scheint regelmäßig Unterrätien ihre Grafschaft gewesen 
zu seind. 1) Plantai a.a.O.. S. 370. 2) Planta: a. a. O.. S. 377. 378 und 380. ») Planta: a.a.O.. S. 393. > ») A. Frömmelt: Alemannengräber in Schaan. Jahrb. Bd. 3-t. S 3 u. ss. 5) Planta: Das alte Rätien. S. 358 u. f. und S. 395. °) Planta: a.a.O.. S. 396.
        

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