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- nebst Graben, umschlossen waren. Dies haben die Grabungen am Borscht bestätigt'). In diese Burgen flüchteten die Bewohner der Um- gegend bei kriegerischen oder räuberischen Ueberfällen. 
Es ist begreif- lich, daß 
man sich in der Nähe der Burg mit Vorliebe ansiedelte, und es war dies 
ohne Zweifel eine Veranlassung zur 
Entstehung sog. Städte, so daß 
man sich unter 
den rätischen „Städten" zum Teile auch nur mit einer Burg versehene Orte vorzustellen 
hat. Diese Burgen sind stets auf Anhöhen oder 
an sonst schwer zugänglichen Stellen erbaut worden. 
Solche Besten sind vorzugsweise an Grenzen, wo die Gefahr der feindlichen Ueberfälle am größten war, sowie an wichtigen Verkehrspunkten, 
wo sich die 
Bevölkerung rasch ver- sammeln konnte, errichtet worden^. Daß die Kelten für die Anlage solcher Burgen 
die Hügel ab- geflacht habend, wird auch durch die Anlage 
am Borscht sowie auf dem Eupfenbühl bei 
Mauren bestätigt, und auch bei Eutenberg spricht? nichts dagegen, weil die Ausgrabungen in der Wanne bei Eutenberg ergeben haben, daß von dem oberen Teile des Euten- berger Hügels viel Material über 
den Felsen hinunter geworfen wurde. Ueber die Verkehrsverhältnisse erfahren wir u. a., daß der Verkehr über die Alpen noch 
zur Zeit des Kaisers Augustus ohne Zweifel durch Träger und durch Lasttiere vermittelt wurde, daß also damals keine Straßen, sondern nur Saumpfade über die Alpen führten. Die Rätier trieben lebhasten Tauschhandel mit ihren italischen Nachbarn und zwar 
mit Pech, Harz, Käse, Honig, Vieh, Fellen, wahrscheinlich aber auch mit Lärchen zum Schiffsbau. Als Gegenwert 
bezogen sie hauptsächlich Getreide, Wein und Ee- werbserzeugnisse. Die Rätier sollen arm 
gewesen sein und an Lebensmitteln wie auch an anderem Mangel gehabt haben. Dies dürfte darauf 
zurückzuführen sein, daß die Rätier vielfach einseitig auf die Viehzucht angewiesen waren^). >> Vgl. Adolf Silds Berichte über die Grabungen am Borscht. Jabrbuch Bd. 35. S. 95 u. f. und Band 36. S. 3t u. sf. -) Planta: a. a. O.. S, 22. 23. s) Planta i a, a, O.. S. 28. 4) Planta i a. a. O.. S, 32 u. s.
        

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